Dienstag, 10. Januar 2023 Börsentag

An den asiatischen Aktienmärkten wüten erneut Zinssorgen und die Indizes fallen in der Folge. Aussagen aus US-Notenbankkreisen, wonach die Leitzinsen voraussichtlich um mehr als 5 Prozent steigen werden, belasten die Stimmung. Diese Erkenntnis ist nicht ganz neu und völlig überraschend, aber neue Impulse fehlen noch. Auch das Thema Inflation und Zinsen wird durch japanische Daten zurückgehalten, da Japans wichtigste Verbraucherpreise in Tokio im Dezember stärker als erwartet gestiegen sind. Im Vorfeld der für heute Nachmittag (MEZ) geplanten Rede des US-Notenbankgouverneurs Jerome Powell in Stockholm besteht laut Handel eine gewisse Bereitschaft zur Gewinnmitnahme.

In China gab der Shanghai Composite um 0,1 Prozent nach und der HSI aus Hongkong um 0,3 Prozent. Laut ANZ-Ökonom Xing Zhaopeng dürften die Ersparnisse der chinesischen Verbraucher während der Corona-Pandemie nicht zu einem Anstieg des Konsums im Jahr 2023 führen. Der private Konsum werde sich jedoch erholen. Unterdessen haben die Analysten von Morgan Stanley ihre Wachstumsprognose für China von 5,4 % auf 5,7 % angehoben. In Hongkong belastet der Technologiesektor den Markt. Eine restriktive Rede von Powell könnte die Befürchtungen über die Zinssätze und die Anleiherenditen weiter schüren. Technologieaktien gelten als besonders zinssensitiv. Alibaba Health Information Technology fiel um 3,2 Prozent.

In Tokio, wo es am Vortag keine Geschäfte gegeben hatte, stieg der Nikkei aufgrund des Nachholbedarfs um 0,7 Prozent auf 26.160 Punkte. Die Branchen Maschinenbau, Elektronik und Technik führen das Bild an. Eisai legte um 7,6 Prozent zu, die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte das Alzheimer-Medikament des Unternehmens zugelassen. Keikaku hingegen fiel nach einem Gewinnrückgang im ersten Quartal um 7,3 Prozent.

In Südkorea stieg der Kospi um 0,2 Prozent, wobei Internet- und Konsumwerte zu den Verlierern gehörten. LG Energy Solution stieg um 3,9 Prozent, unterstützt durch neue Berichte über eine Partnerschaft mit Ford Motor in der Türkei mit dem Batteriehersteller. LG Chem stieg um 2,9 Prozent, das Unternehmen dient als Lieferant für LG Energy.

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