Untersuchung seit Dezember 2020 Bericht: Beweise für Steuerbetrug durch Hunter Biden
10.06.2022, 23:58
Hunter Biden, der Sohn des US-Präsidenten, hat vor rund anderthalb Jahren erklärt, gegen ihn werde in Steuersachen ermittelt, er weist die Vorwürfe aber stets zurück. Laut Forschern gibt es dafür aber jetzt Hinweise. Was genau das ist, bleibt offen. Donald Trump ist jedenfalls zufrieden.
US-Ermittler haben einem Zeitungsbericht zufolge Hinweise auf Steuerhinterziehung bei US-Präsident Joe Bidens Sohn Hunter gefunden. Ein Staatsanwalt muss nun entscheiden, ob er Anklage erhebt, berichtete die Washington Post. Infolgedessen fanden die Ermittler nach eigenen Angaben auch Beweise dafür, dass Hunter Biden im Zusammenhang mit einem Waffenkauf im Jahr 2018 falsche Angaben gemacht hatte.
Hunter Biden, 52, sagte im Dezember 2020, er sei darüber informiert worden, dass gegen ihn „steuerliche Angelegenheiten“ untersucht würden. Der Anwalt und Lobbyist betonte, er habe nichts vorzuwerfen. Die Ermittlungen werden von Bundesanwälten im Bundesstaat Delaware geführt, wo die Familie Biden lebt.
Im Präsidentschaftswahlkampf hat Joe Bidens Vorgänger Donald Trump mit angeblichen Enthüllungen über die Geschäftsaktivitäten von Hunter Biden in der Ukraine und in China für Aufsehen gesorgt. Im Mittelpunkt stand das frühere hochbezahlte Engagement von Hunter Biden beim ukrainischen Gasunternehmen Burisma. Sein Eintritt in den Vorstand der Gruppe im Jahr 2014 war umstritten, weil sein Vater Vizepräsident von Präsident Barack Obama und Leiter der US-Ukraine-Politik war.
Die Untersuchung ergab keine Beweise
Trump warf den Bidens wiederholt Korruption vor, die sie entschieden zurückwiesen. Auch eine Untersuchung von Trumps Republikanern im Senat ergab keine Hinweise auf eine unangemessene Einflussnahme des ehemaligen Vizepräsidenten.
Hunter Biden ist der zweite Sohn des Präsidenten. Sein älterer Bruder Beau starb 2015 an den Folgen eines Hirntumors. Hunter Biden hatte in der Vergangenheit mit Drogenproblemen zu kämpfen.