Erneut „falscher Polizist“ festgenommen

Chronik

In Graz wurde ein 21-jähriger Deutscher festgenommen: Der Mann versuchte, als „falscher Polizist“ zwei ältere Frauen um eine hohe Geldsumme zu betrügen. Dies ist die vierte derartige Festnahme seit Oktober.

27.12.2022 14.01

Online seit heute, 14:01 Uhr

In der Steiermark sind nach wie vor „Fake-Polizisten“ aktiv: Am 19. Dezember versuchten zwei Betrüger, eine 73-jährige Frau aus Graz unter dem Vorwand, „Polizeioberinspektor“ und „Polizeinotfall“ zu sein, zur Herausgabe von Bargeld zu überreden. . . Um die Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, wurde die Frau auch mit einem angeblichen “Polizeipsychologen” in Verbindung gebracht.

Der mutmaßliche Sachverhalt ist der Polizei bekannt: „Ihr Eigentum ist durch eine auf der Flucht befindliche Diebesbande in Gefahr. Holen Sie Ihr Bargeld in die Bank und geben Sie es uns. Wir kommen zu Ihnen nach Hause“, lautet der Betrug.

Telefonischer Kontakt für drei Tage

Die Täter kontaktierten das Opfer mehrfach und gewannen so dessen Vertrauen. Schließlich ging die Frau zu ihrer Hausbank und wollte dort eine größere Summe Bargeld abheben, was aus Sicherheitsgründen nicht möglich war.

Misstrauen verhinderte schweren Betrug

Der 73-Jährige wurde misstrauisch und informierte einen Angehörigen über seine Absichten; später wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Beamten reagierten schnell und alarmierten die Kriminalpolizei Graz, die wiederum das Landeskriminalamt Steiermark informierte.

Verhaftet wegen geplanter Lieferung

Kriminelle des Polizeikommandos der Stadt Graz nahmen den Tatverdächtigen in der Wohnung des 73-Jährigen fest. Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte der Aufenthaltsort des Mannes in Graz in Erfahrung gebracht werden, zudem konnte einer 72-jährigen Frau aus Graz ein weiterer Betrugsversuch zugeordnet werden. Der „falsche Polizist“ gesteht nicht; er wurde in die Justizvollzugsanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Der Tonfall der Sprache verrät die Betrüger

Ein Ermittler des Landeskriminalamts sagte: „In diesem konkreten Fall möchten wir auf die Kommunikationslinie hinweisen. Neben dem Versuch, eine sehr offizielle Sprache zu imitieren, gingen die Täter manchmal sehr unhöflich und manchmal zu lässig mit seiner um.“ Auch die Öffentlichkeit sollte darauf achten und misstrauisch reagieren und verdächtige Vorfälle sofort der Polizei melden.Besonders wenn die verdächtigte Polizei bereits neue Anrufe angekündigt hat, wäre es sehr wichtig, die echte Polizei so schnell wie möglich zu melden.

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