Das Fondsvermögen sank um -2,2 % auf rund 198,6 Mrd. Euro. Nachhaltigkeitsfonds verzeichnen weiterhin ein deutliches Wachstum.
Wien (OTS) – Österreichisches Fondsvermögen zum Ende des dritten Quartals 2022[1] von 198.600 Millionen Euro, ein Rückgang von 2,2 % oder -4.400 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal. Gegenüber dem historischen Rekordwert zu Jahresbeginn mit 230,7 Mrd. Euro bedeutet dies einen Rückgang um -32,1 Mrd. Euro oder -13,9 %. Der überwiegende Teil der Vermögensverluste war auf den Wertverfall von Wertpapieren aufgrund der massiven wirtschaftlichen Turbulenzen infolge des Angriffskrieges Russlands gegen das Nachbarland Ukraine zurückzuführen; knapp 122 Millionen Euro Die 14 in Österreich zugelassenen Kapitalanlagegesellschaften zum Stichtag[2] (KAG) und 59 Manager alternativer Investmentfonds[3] (AIFM) boten seinerzeit 881 „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ (OGAW), wie Investmentfonds nach europäischem Recht heißen, sowie 1.198 Alternative Investmentfonds (AIF) an; das heißt, vier GIAs mehr als im Vorquartal, 11 OGAW weniger und 47 FIAs mehr. Das geht aus dem heute veröffentlichten „Quarterly Report Q3 2021 Asset Management“ der Finanzmarktaufsicht FMA hervor.
Wachstum in allen Fondskategorien
Grundsätzlich verzeichneten fast alle Fondskategorien deutliche Zuwächse beim verwalteten Vermögen, nur Immobilienfonds waren rückläufig, während das seit Jahren anhaltende massive Wachstum bei Nachhaltigkeitsfonds anhält: Die wichtigste Fondskategorie sind nach wie vor gemischte Fonds mit Gesamtvermögen. von 92,8 Milliarden Euro (-1,6 Milliarden Euro oder -1,7 % q/q; -13,0 Milliarden Euro oder -12,3 % zum Vorjahr); gefolgt von Fonds mit variablen Erträgen mit 52.500 Millionen Euro (-1.700 Millionen Euro oder -3,1 % / – 9.900 Millionen Euro oder -15,9 %), Fonds mit variablen Erträgen mit 35.100 Millionen Euro (-1,1 Milliarden Euro oder -3,0 % / – 8,9 Milliarden Euro). oder – 20,3 %), Immobilienfonds mit 11,4 Milliarden Euro (+16,8 Milliarden Euro oder + 0,1). % / + 0,4 Mrd. Euro bzw. + 3,5 %), kurzfristige Fremdkapitalfonds mit 5,5 Mrd. Euro (-1,0 % / – 8,7 %), Private-Equity-Fonds mit 0,8 Mrd. Euro sowie sonstige Fonds mit 0,4 Mrd. Euro. Bemerkenswert ist die trotz der jüngsten Kapitalmarktturbulenzen über die Jahre starke Zunahme an Nachhaltigkeitsfonds: Fonds gemäß Artikel 8 und Artikel 9 SFDR[4] verwaltetes Fondsvermögen von 78,2 Milliarden Euro zum Ende des dritten Quartals 2022, ein Plus von 7,6 Milliarden Euro oder +10,8 % gegenüber dem Vorquartal. Die „hellgrünen Fonds“ (Art. 8) weisen ein Fondsvermögen von 73,3 Milliarden Euro auf (+7,5 Milliarden Euro oder +11,5 %), die „dunkelgrünen Fonds“ (Art. 9) ein Fondsvermögen von 4.900 Millionen Euro (+0,100 Millionen Euro). Euro oder +1,3 %).
Die Zahl der in Österreich angebotenen ausländischen Fonds nimmt seit fünf Jahren kontinuierlich zu. Ende des dritten Quartals 2022 waren es insgesamt 10.550, davon 2.535 AIF und 8.015 OGAW. Ende 2021 waren es nur noch 9.744 (2.030 AIF, 7.714 OGAW). Die Mehrzahl der Anbieter kommt aus Luxemburg und Irland, mit großem Abstand gefolgt von Deutschland und Frankreich.
Den vollständigen Quartalsbericht finden Sie auf der Website der FMA unter dem Link: https://www.fma.gv.at/investmentfonds-und-verwaltungsgesellschaft/quartalsreports/
[1] Gemessen am Nettoinventarwert (NAV)
[2] Gemäß Investmentfondsgesetz 2011 (InvFG 2011)
[3] Gemäß Alternative Investmentfonds Manager Gesetz (AIFMG)
[4] Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR): Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über Offenlegungspflichten in Bezug auf Nachhaltigkeit im Finanzdienstleistungssektor.
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Finanzmarktaufsicht Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher) +43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516