Galaxie in der Milchstraße entdeckt? Ein Merkmal verblüfft Forscher

Auch an unserem astronomischen Haupttor, der Milchstraße, machen Forscher ständig neue Entdeckungen. Ein Team der Chinesischen Akademie der Wissenschaften hat nun ein Objekt entdeckt, das auf den ersten Blick wie eine Mini-Spiralgalaxie aussieht. Tatsächlich ist dies keine Galaxie innerhalb einer Galaxie. Das macht den Fund nicht weniger beeindruckend und einzigartig.

Mitten in der Milchstraße: Sie sieht aus wie eine Galaxie

Was die Forscher jedoch entdeckten, ist eine sogenannte Protosternscheibe, wie ein Video des Sterns besagt. Sie sieht auf den ersten Blick tatsächlich aus wie eine Galaxie und liegt etwa 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Zentrum unserer Milchstraße. Aber diese Scheibe beherbergt kein eigenes Sternensystem, wie es für andere Galaxien üblich wäre.

Stattdessen bestehen protostellare Scheiben aus Gas und Staub in Wirbeln. Diese Objekte sind im Weltraum sehr weit verbreitet. Die Scheibe unserer Milchstraße hat jedoch eine besondere Form: Sie hat zwei Spiralarme. Diese Beobachtung ist bisher einzigartig.

Eine im Fachblatt Nature Astronomy veröffentlichte Studie versucht diese Sonderform zu erklären. Xing Lu und sein Team glauben, dass die Kollision mit einem anderen Objekt vor etwa 12.000 Jahren die protostellare Scheibe der Milchstraße erschüttert haben muss. Davor muss die Scheibe noch mehr wie eine Spiralgalaxie ausgesehen haben. Nach der Kollision bildeten sich die beiden Spiralarme.

Sterne werden auf protostellaren Scheiben geboren

Obwohl protostellare Scheiben im Gegensatz zu Galaxien die Heimat von Sternen bilden, könnten sie dennoch deren Ursprung sein. Die Scheibe unserer Milchstraße dient auch als „Treibstoff für junge Sterne“. Pro Physik erklärt auch, dass protostellare Scheiben eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Sternen, aber auch bei der Entstehung von Planeten spielen. Zuerst bildet sich eine dichte, interstellare Wolke, die unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammenbricht. Dann wird ein zentraler Kern gebildet und auch die protostellare Scheibe der Galaxie. Der Stern braucht etwa hunderttausend Jahre, um durch Kernfusion dicht genug zu werden, um zu leuchten. Planeten können sich auch innerhalb der protostellaren Scheibe bilden.

Die ringförmige Struktur ist eine der vielen erstaunlichen Entdeckungen in unserer Milchstraße. Forscher haben auch einen Bruch in der Milchstraße entdeckt, der Wissenschaftler dazu veranlasst, die Struktur unserer astronomischen Heimat zu überdenken. Wenn Sie selbst Beobachtungen machen wollen, verraten wir Ihnen, wie Sie die Milchstraße am Nachthimmel beobachten können.

Quellen: Stern, Naturastronomie, Pro Physik

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