Gürtelrose-Infektion reißt die Blase des Mannes

Veröffentlicht am 4. Dezember 2022, 20:36 Uhr

„Seltener Fall“: Eine Gürtelrose-Infektion lässt die Blase des Mannes platzen

Glücklicherweise sind diese Komplikationen selten: Ein Mann in China hat sich infolge seiner Gürtelrose-Infektion die Blase geplatzt. Aber er hatte Glück im Unglück.

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Ehrenamtliche Anabelle Riebeling

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Ärzte in China hatten es mit einem ganz besonderen Patienten zu tun.

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Der 77-Jährige litt an Gürtelrose, die bereits behandelt wurde. (Symbolfoto)

Bilder imago/Shotshop

Allerdings sei er nicht deswegen in die Notaufnahme gegangen, sondern weil er seit Tagen Probleme beim Wasserlassen habe. (Symbolfoto)

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Einem Mann in China drohten zusätzlich zu seiner Gürtelrose weitere Widrigkeiten (siehe Kasten). Es landete sogar auf dem OP-Tisch. Dass es im Ernstfall so weit kommen würde, konnte bei seiner Einführung niemand ahnen. Schließlich war der 77-jährige Patient, der an einer Gürtelrose am unteren Ende der Wirbelsäule erkrankt war, „nur“ wegen anhaltender Schwierigkeiten beim Wasserlassen zu Besuch gekommen.

Bei der Untersuchung stellten die Ärzte fest, dass sein Unterleib laut der Zeitschrift „Infection and Drug Resistance“ „geschwollen und schmerzempfindlich“ war. Dies gilt insbesondere für die Region unterhalb des Magens. Außerdem waren seine Herzfrequenz, sein Blutdruck und seine Atemfrequenz ungewöhnlich hoch.

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“Verdacht auf geplatzte Blase”

Das Ärzteteam ordnete einen CT-Scan (Computertomographie) an. Es stellte sich heraus, dass sich im Unterleib und im Becken des Mannes eine große Menge Flüssigkeit befand. „Verdacht auf Blasenruptur“, notierten die Ärzte. Der 77-Jährige wurde auf die Intensivstation verlegt. Dort wurde ein Katheter eingeführt, durch den drei Stunden lang ununterbrochen Urin mit Blut floss. Erst dann konnten die Ärzte nach der Ursache suchen. Sie fanden einen fast zwei Meter langen Riss in der Blase.

Dem Team gelang es, es operativ zu schließen. Der Patient musste dann mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben, um sich vollständig zu erholen. Das heißt, von der noch nicht vollständig verheilten Gürtelrose und dem Blasensprung. Der Rest war in Ordnung: „Der Patient hat die volle Blasenfunktion wiedererlangt“, schreiben die Autoren des Fallberichts. Auch die Gürtelrose war geheilt.

Auch Typ-2-Diabetes könnte eine Rolle gespielt haben

Laut dem Team von Jiaguo Huang im Xiaoshan-Krankenhaus, das der Hangzhou Normal University angegliedert ist, war Gürtelrose die Ursache für den Blasenriss. In seltenen Fällen kann die Infektion zu einem sogenannten Harnverhalt führen, bei dem sich die Blase beim Wasserlassen nicht ausreichend oder gar nicht entleert. Das Team schloss andere mögliche Ursachen aus.

Laut einem in den Archives of Physical Medicine and Rehabilitation veröffentlichten Bericht ist diese Komplikation relativ selten, wie Livescience.com schreibt: Im untersuchten medizinischen Zentrum trat sie nur bei vier Prozent der Patienten mit Gürtelrose auf. Bei denen, die Gürtelrose in der unteren Wirbelsäule und im Kreuzbein entwickelten, lag die Rate bei etwa 28 Prozent.

Laut dem Team von Jiaguo Huang könnte auch der Typ-2-Diabetes des 77-Jährigen eine Rolle gespielt haben. Diabetes kann Nervenschäden verursachen, wodurch Menschen die Fähigkeit verlieren, zu fühlen, wann ihre Blase voll ist.

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