„Im Moment gibt es absolut keinen Grund anzunehmen, dass wir es mit einer milden Variante zu tun haben, die wir auf die leichte Schulter nehmen können“, sagte Hacker im Interview mit Radio Wien. Im Gegenteil, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Woche erst empfohlen, die Maßnahmen gegen das Coronavirus noch einmal zu verschärfen.
Der Hacker sieht einen falschen Ansatz
Nächste Woche kommt es zu einer Sitzung von Bund und Ländern, Hacker fordert, „dass dieses seltsame Projekt bis dahin wieder abgesagt wird“. Erneut ortet das Gesundheitsministerium einen falschen Ansatz. „Dies ist das dritte Jahr in Folge und es ist an der Zeit, dass das Gesundheitsministerium lernt, sich im Sommer zu verhalten, damit wir im Herbst nicht wieder über Sperren sprechen müssen.“
Bitter ist Hacker auch, dass Wien im Gegensatz zu den ÖVP-geführten Bundesländern nicht offiziell über den Entwurf informiert wurde. „Das ist so unprofessionell, dass ich es satt habe“, sagte der Gesundheitsdezernent der Stadtverwaltung. Die nun öffentlich gemachten Pläne will er jedenfalls nicht unterstützen. “Ich bin nicht bereit, in der Bundeshauptstadt Experimente durchzuführen.”
„Absurde“ Ausstattungslösung für Infizierte
„Absurd“ für Hacker ist der Plan, eigene Arbeitsteams mit Infizierten zu bilden. „Man kann die Idee wirklich nur in einem Ministerium in die Welt tragen. Das hat nichts mit dem realen Leben der Arbeiter zu tun, denn was ist die logische Konsequenz? Dann haben wir einen Gesetzentwurf, wo nur Infizierte rein dürfen und eine Apotheke.“ wo nur nicht infizierte Menschen eintreten können”.
Ob die Quarantäne endet, ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch nicht klar. In der APA-Anfrage hieß es, es handele sich um einen Arbeitsentwurf. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) selbst schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter: „Die Krux der Sache ist vorab offengelegt: Es ist noch nichts gelöst. Wir arbeiten an mehreren Optionen. Ja, es gibt ab 1.7. eine Verordnungsermächtigung.“ zu d. Abschottung bei Bedarf durch Verkehrsbeschränkungen zu ersetzen, ist bekannt. Dazu haben wir auch einen Verordnungsentwurf ausgearbeitet.“