Start-ups in Hessen spüren Zurückhaltung bei Investoren
Auch hessische Start-ups spüren derzeit die Zurückhaltung der Investoren. Das betreffe Unternehmen „auf ganzer Linie“, sagte Sebastian Schäfer, Geschäftsführer des Frankfurter Startup-Hubs „TechQuartier“. Auch Alexander Hirschfeld vom Bundesverband Deutsche Startups stellt fest: „Wir sehen, dass auch das Geschäftsklima für Start-ups rückläufig ist. Vor allem, wenn wir in die Zukunft blicken.“ Besonders in größeren Finanzierungsrunden sei die Zurückhaltung der Investoren spürbar, obwohl starke Geschäftsmodelle noch gute Chancen hätten, Geld einzusammeln, sagte er.
Ein Sprecher des hessischen Wirtschaftsministeriums teilte mit, dass sich die Zahl der Finanzierungsrunden und die Höhe der Investitionen seit Jahresbeginn auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum bewegt haben. Herausragende Investitionen wurden in die Start-ups Wingcopter (Drohnen) mit 42 Millionen Euro, Enviria (Solarkonzepte, 22,5 Millionen) und Node Energy (Energieversorgung, 7 Millionen) getätigt. Start-ups, die sich auf Erneuerbare Energien fokussieren oder Geschäftskunden ansprechen, seien laut Schäfer besser aufgestellt als solche, die auf Endkunden abzielen. Leitzinserhöhungen sind ein zentraler Faktor für die Zurückhaltung der Anleger. Zudem sorgen der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise für Unsicherheit.