Champions League
Der österreichische Frauenfußball-Serienmeister SKN St. Pölten hat am Mittwoch Geschichte geschrieben. Der österreichische Außenseiter holte sich in Mlada Boleslav in letzter Minute einen 1:0-Sieg beim Tabellenletzten Slavia Prag ohne einen Punkt und sicherte sich damit seinen ersten Sieg in der Gruppenphase der Champions League. Dank Maria Mikolajovas Treffer (91.) und den ersten Punkten im dritten Spiel darf die Mannschaft von Trainerin Liese Brancao weiter vom Einzug ins Viertelfinale träumen.
23.11.2022 21.25
Online seit heute, 21:25
Der Rückstand zwischen dem VfL Wolfsburg und dem AS Rom mit ÖFB-Teamkapitänin Carina Wenninger, die sich im Abendspiel in der Gruppe B gegenüberstand, ist nun auf drei Punkte geschrumpft. Am 8. Dezember kommt es in der NV Arena zu einem weiteren direkten Duell mit Slavia, der von Ex-Salzburger Karel Pitak trainiert wird. Doch der Kapitän der St. Pöltens Jasmin Eder fehlt, denn der ehemalige ÖFB-Nationalspieler sah in einer extrem hitzigen Schlussphase in der 93. Minute Gelb-Rot.
Beide Mannschaften spielten ein sehr unterhaltsames Spiel, bei dem lange Zeit nur ein Tor fehlte. Nach einem Fehler von Leonarda Balog traf Tereza Szewieczkova von Slavia nur den Pfosten von der Strafraumgrenze (22.). Auf der anderen Seite traf der Kopfball von Stefanie Enzinger nach Flanke von Mateja Zver den Alukasten (24.). Zver (25.) und Szewieczkova (30.) haben neue Chancen vergeben. Danach prüfte Eder mit einem Freistoß Slavia-Torhüterin Olivie Lukasova (37.).
IMAGO/Sports Press Photo/Tom Seiss/ Zum ersten Mal konnte eine lokale Frauenmannschaft ihren Sieg in der CL feiern
Zum Glück trifft Mikolajova aus 20 Metern
Nach dem Seitenwechsel war mit dem Gleichstand auf der ersten Position niemand zufrieden und es ging im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit hin und her. Mikolajova (66), die gerade eingewechselte 16-jährige Valentina Mädl (73) und Zver (76 und 79/Doppelchance) verfehlten das Tor oder fanden in der starken Lukasova ihren Meister. Ein Tor lag in der Luft und kam zur Freude der Gäste in der Nachspielzeit. Nach einem gelungenen Eins-gegen-Eins aus knapp 20 Metern sammelte Mikolajova, nahm einen Pass auf den gut platzierten Zver und schoss ins Eck. Der Slowake hatte bereits spät zu Hause gegen die Roma mit 3:4 getroffen.
Dann wurde es turbulent. Eder traf im Duell einen Gegner am Kopf, was einen Kampf zwischen mehreren Spielern auslöste. Dann sah Eder zu Recht die Ampelkarte. Als der Freistoß vergeben wurde, rückte auch der Slavia-Schlussmann vor, woraufhin Zver beinahe noch ein leeres Tor erzielte (95.). Aber sein Heber kam darüber hinweg. Slavia bleibt torlos und ohne Punkt.