Hitzebedingte Trockenheit – Wassersparen ist auch in der Schweiz notwendig

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Die Grundwasserstände seien noch normal, aber viele Gewässer führen noch immer wenig Wasser, sagt ein Hydrologe der Bundesregierung.

Die gute Nachricht ist, dass sich die Grundwasserstände in weiten Teilen der Schweiz mittlerweile weitgehend im Normbereich bewegen. Das hat vor allem damit zu tun, dass der vergangene Sommer sehr schwül war. Hydrologe Massimiliano Zappa würde jedoch nicht von einer entspannten Situation ausgehen. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft sagt: «Das Wort ‹gut› ist übertrieben, denn in grossen Gewässern herrscht überall ein Mangel.»

Die Seen und Flüsse der Schweiz führen im Durchschnitt weniger Wasser als sonst. Das hat wiederum damit zu tun, dass der vergangene Winter sehr trocken war. Schneeschmelze ist dieses Jahr extrem selten.

Einige Regionen haben bereits reagiert

Im Kanton Aargau beispielsweise können Gärtnereien und landwirtschaftliche Betriebe aus einigen Gewässern kein Wasser mehr beziehen. Im Tessiner Winkel fordern die Plakate seit einigen Wochen die Bewohner dazu auf, so wenig Wasser wie möglich zu verbrauchen.

Titel: Massimiliano Zappa ist Leiter der Gruppe Gebirgshydrologie und Massenbewegungen und hydrologische Vorhersagen an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Druckbildschirm: Bafu / Youtube

Wassersparen ist ein effizienter Weg, um Trockenheit zu bekämpfen, sagt der Hydrologe Zappa. Seien Sie nicht zu schweizerisch: «Nein, Wassersparen ist in der Schweiz kein Volkssport.» Langfristig ist hier ein Umdenken nach dem Vorbild anderer Länder oder Regionen notwendig.

Sparen Sie wie in Süditalien und Spanien

Das bestätigt auch Zappa: „Menschen in Spanien oder Süditalien kommen zum Beispiel mit wenig Wasser aus, weil sie auch dazu aufgewachsen sind, ihren täglichen Bedarf mit weniger Wasser zu decken.“

Zappa ist überzeugt, dass er früher oder später zu uns kommen wird, er muss sogar kommen. Der Hydrologe sammelt seit mehr als zehn Jahren Dürredaten. Langfristig wird es nicht nur heißer, sondern je nach Trend auch trockener.

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