Hohe Dunkelziffer von CoV

Coronavirus

Die Zahl der gemeldeten CoV-Fälle ist seit einigen Wochen rückläufig. Das Land führt dies auf die aktuelle Ferienzeit und die geringe Anzahl an Tests zurück. Abwasseranalysen zeigen jedoch eine deutlich höhere Infektionsrate.

11.08.2022 19.10

Ab heute, 19:10 Uhr online

Nach Angaben des Büros von Gesundheitsministerin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) gibt es mehrere Theorien zur Erklärung des aktuellen Rückgangs der Infektionszahlen. Es wird davon ausgegangen, dass einerseits die Urlaubszeit und die daraus resultierenden leeren Büros und Klassenzimmer in den Bildungszentren ausschlaggebend sind. Andererseits wird davon ausgegangen, dass seit dem 1. August, also nach der Aussetzung der Quarantänepflicht, weniger Tests durchgeführt wurden.

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Allerdings dürfte die Dunkelziffer hinter der Zahl der Corona-Fälle sehr hoch sein, wie Analysen von Abwässern aus Kläranlagen zeigen würden. Es wird gezeigt, dass der Infektionsprozess viel höher ist, als die derzeit gemeldeten Beweise vermuten lassen. Gleichzeitig deuten die Analysen darauf hin, dass die Sommerwelle “leicht zurückgeht”, wird unterstrichen.

Das Land sieht bereit aus für die Herbstwelle

Gleichzeitig geht die Zahl der Krankenhäuser seit einigen Wochen zurück. Allerdings sei diese Entwicklung „mit Vorsicht“ zu betrachten. Sie liegen zwar auf stabilem Niveau, aber deutlich höher als im Vorjahreszeitraum, so das Büro von Königsberger-Ludwig.

Auch die Entwicklung der kommenden Wochen und das Ende der Ferien sollten aufmerksam verfolgt werden. Die gefürchtete Herbstwelle wird aufgrund der bereits erlebten erhöhten Immunität gegen Infektionen und des durch die Impfung gebotenen Schutzes voraussichtlich viel milder als erwartet ausfallen. Auf den Worst-Case-Szenario, also eine hohe Zahl an Neuinfektionen, ist man jedoch gut vorbereitet. Reduzierte Testkapazitäten können jederzeit wieder erhöht werden. Niederösterreich wurde von der Corona-Ampelkommission an diesem Donnerstag, wie auch ganz Österreich, auf Gelb eingestuft. Damit bestehe hierzulande ein „mittleres Risiko“.

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