Aktualisiert am 6. Januar 2023, 14:57 Uhr
Iran: “Charlie Hebdo” rechnet so hart mit dem Regime der Mullahs
Das brutale Vorgehen der Regierung in Teheran hat international Kritik hervorgerufen. Zum Jahrestag des Angriffs auf seine Redaktion hat “Charlie Hebdo” nun eine Serie mullahkritischer Cartoons veröffentlicht.
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In diesem Cartoon, der in der neuen Ausgabe von Charlie Hebdo erschienen ist, hat Ayatollah Khamenei einen Knebel um den Mund gebunden. Statt der roten Kugel, wie bei Sexspielzeugen, ragt der Lauf eines Sturmgewehrs aus dem Mund des religiösen Führers.
Charlie Hebdo/Ebrahim
Die Ausgabe enthält eine ganze Sammlung mullahkritischer Karikaturen. Bild des religiösen Führers Ayatollah Khamenei mit einem Turban aus Schlingen, mit denen Demonstranten aufgehängt wurden.
Charlie Hebdo/Ghalamfarce
Das Magazin-Cover macht derzeit die iranische Regierung wütend. Unter der Karikatur steht: “Mullahs, geht dahin zurück, wo ihr hergekommen seid.”
Charlie Hebdo
Das ist es, worum es geht
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Eine Karikatur aus dem Magazin „Charlie Hebdo“ sorgt derzeit für rote Köpfe in der iranischen Regierung.
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Als Reaktion darauf hat die Regierung in Teheran nun angekündigt, ein französisches Forschungsinstitut im Land zu schließen.
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Immer wieder verweisen Zeitungen in selbstgefälligen Karikaturen auf das brutale Regime der Mullahs.
Nach der Veröffentlichung von Karikaturen des Obersten Geistlichen Führers Ayatollah Ali Khamenei in der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo hat der Iran ein französisches Forschungszentrum in Teheran geschlossen. Die Schließung des französischen Forschungsinstituts im Iran (Ifri) sei “ein erster Schritt” als Reaktion auf die Karikaturen, teilte das iranische Außenministerium am Donnerstag mit. Am Tag zuvor hatte Teheran mit einer „effektiven und entschiedenen Reaktion“ auf die Veröffentlichung gedroht. Die Regierung in Paris äußerte ihre Besorgnis.
Die Karikaturen sollen die Proteste unterstützen
Die Wochenzeitung Charlie Hebdo veröffentlichte am Mittwoch in einer Sonderausgabe Dutzende spöttischer Karikaturen des obersten geistlichen Führers des Iran, um den Jahrestag des tödlichen Angriffs auf ihr Pariser Büro zu begehen. Laut der Zeitung soll die Veröffentlichung die seit Monaten andauernden regierungsfeindlichen Proteste im Iran unterstützen. „Charlie Hebdo“ ist jedoch nicht das einzige Medium, das auch Cartoons verwendet, um das brutale iranische Regime zu verspotten und zu kritisieren: Eine Auswahl an Cartoons finden Sie in unserer Bildergalerie.
Im Januar 2015 griffen Islamisten die Redaktion von „Charlie Hebdo“ an, nachdem die Zeitung Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte, die unter gläubigen Muslimen für Empörung gesorgt hatten. Zwölf Menschen starben, darunter die bekanntesten Karikaturisten der Zeitung.
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(AFP/bho)