Israel: Australien widerruft West-Jerusalem als Hauptstadt

Ausland „Für eine Zwei-Staaten-Lösung“

Australien widerruft West-Jerusalem als Hauptstadt Israels

Stand: 08:59 | Lesezeit: 2 Minuten

Die australische Außenministerin Penny Wong

Quelle: dpa/Lukas Coch

Hier können Sie sich unsere WELT-Podcasts anhören

Zur Anzeige eingebetteter Inhalte ist Ihre widerrufliche Einwilligung zur Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter eine solche Einwilligung benötigen. [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem Sie den Schalter auf „on“ stellen, erklären Sie sich damit einverstanden (jederzeit widerrufbar). Dies umfasst auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten an Drittländer, einschließlich der USA, gemäß Artikel 49 (1) (a) der DSGVO. Hier finden Sie weitere Informationen dazu. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über den Schalter und über den Datenschutz unten auf der Seite widerrufen.

Die australische Regierung erkennt West-Jerusalem nicht mehr als Hauptstadt Israels an und macht damit eine Entscheidung der vorherigen Regierung rückgängig. Der endgültige Status Jerusalems müsse in Friedensverhandlungen zwischen Israel und dem palästinensischen Volk geklärt werden, sagte er.

Australien widerruft die Anerkennung West-Jerusalems als israelische Hauptstadt. Das teilte die australische Außenministerin Penny Wong an diesem Dienstag in Canberra mit. Der Status Jerusalems soll im Rahmen der Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern entschieden werden. Die australische Botschaft war schon immer in Tel Aviv und wird dort bleiben, heißt es in der Mitteilung.

„Australien hat sich einer Zwei-Staaten-Lösung verschrieben, in der Israel und ein zukünftiger palästinensischer Staat in Frieden und Sicherheit innerhalb international anerkannter Grenzen koexistieren“, sagte Außenminister Wong auf einer Pressekonferenz. Und weiter: “Wir werden keinen Ansatz unterstützen, der diese Perspektive untergräbt.”

Die neue Regierung von Premierminister Anthony Albanese kehrt den Kurs seines Vorgängers Scott Morrison um. Im Dezember 2018 erkannte sie West-Jerusalem als Hauptstadt Israels an, gab aber die Botschaft in Tel Aviv auf.

auch lesen

Sie hatte sich auch verpflichtet, einen künftigen palästinensischen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen, wenn eine dauerhafte Zwei-Staaten-Lösung erreicht wird. Palästinensische Vertreter hatten die Entscheidung damals scharf kritisiert. Israels Außenministerium hatte von “einem Schritt in die richtige Richtung” gesprochen. Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine ungeteilte Hauptstadt.

Anfang 2017 erkannten die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels an und verlegten ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Der Umzug der US-Botschaft war ein historischer Schritt für die Israelis und ein Affront gegen die Palästinenser.

Die Palästinenser sehen den östlichen Teil als Hauptstadt eines zukünftigen unabhängigen Staates. Israel eroberte im Sechs-Tage-Krieg 1967 Ost-Jerusalem. Die meisten Staaten haben keine Botschaften in Jerusalem, um dem möglichen Ausgang von Friedensverhandlungen nicht vorzugreifen.

Hier können Sie sich unsere WELT-Podcasts anhören

Zur Anzeige eingebetteter Inhalte ist Ihre widerrufliche Einwilligung zur Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter eine solche Einwilligung benötigen. [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem Sie den Schalter auf „on“ stellen, erklären Sie sich damit einverstanden (jederzeit widerrufbar). Dies umfasst auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten an Drittländer, einschließlich der USA, gemäß Artikel 49 (1) (a) der DSGVO. Hier finden Sie weitere Informationen dazu. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über den Schalter und über den Datenschutz unten auf der Seite widerrufen.

„Kick-off Politics“ ist der tägliche News-Podcast der WELT. Das wichtigste Thema analysiert die WELT-Redaktion und die Termine des Tages. Abonnieren Sie den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Google Podcasts und mehr oder direkt per RSS.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *