Von Celina-Madelaine Bergunde | 21. Oktober 2022 um 04:49 Uhr
Hören Sie nach einer Infektion plötzlich auf zu reden, zu singen und zu schreien? Eine Kehlkopfentzündung kann die Ursache sein. FITBOOK erklärt die möglichen Ursachen, welche Symptome bei der Entzündung auffallen und wie sie behandelt werden kann.
Laryngitis ist eine Entzündung der Kehlkopfschleimhaut. Sie tritt meist als Folge oder im Zusammenhang mit einer viralen Atemwegsinfektion auf. Sie kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Eine akute Erkrankung dauert in der Regel drei bis sieben Tage. Wenn der Zustand drei Wochen oder länger anhält, spricht man von einer chronischen Laryngitis.1 Da der Kehlkopf ein wichtiger Teil der Schallerzeugung ist, bemerken Patienten oft Veränderungen in ihrer Stimme.
Typische Symptome einer akuten Laryngitis?
Eine akute Laryngitis kann sich oft durch folgende Symptome äußern:
- Stimmveränderungen wie Heiserkeit oder eine „kratzige“ Stimme.
- frühe Ermüdung der Stimme
- trockener Husten
- kratziges Gefühl/Schmerz
- Schluckbeschwerden
- Halsschmerzen
Diese Symptome können auch bei einer chronischen Laryngitis auftreten. Andere Anzeichen sind akute Dysphonie (Stimmstörung), Fremdkörpergefühl, Odynophagie (Schluckbeschwerden) und übermäßiges Räuspern.1
Wenn Sie Symptome wie Atembeschwerden haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn in diesem Fall schwillt der Kehlkopf plötzlich an und ein gefährlicher Krankheitsprozess muss ausgeschlossen werden.
Auch interessant: Woran erkennt man, ob es eine Erkältung oder Corona ist?
Was sind die möglichen Ursachen?
Raucher und immungeschwächte Patienten haben ein höheres Risiko, eine Laryngitis zu entwickeln. Die Schleimhaut des Kehlkopfes ist ständig gereizt, was auch zu einer chronischen Kehlkopfentzündung führen kann.1,2
Typische Auslöser einer Kehlkopfentzündung sind Virusinfektionen der oberen Atemwege. Seltener können auch folgende Ursachen vorliegen:
- Bakterien
- trockene Luft
- mechanische Reize (starke Spannung in der Stimme)
- chemische Reize (z. B. Zigarettenrauch)
- Vorerkrankungen (z. B. laryngopharyngealer Reflux)
Auch interessant: Mandelentzündung – Symptome, Ursachen und Behandlung
Wie wird eine Kehlkopfentzündung behandelt?
Ist eine Virusinfektion die Ursache einer akuten Kehlkopfentzündung, heilt diese in der Regel nach einigen Tagen ohne Folgeerscheinungen aus. Obwohl dies ein selbstlimitierender Zustand ist, wird er normalerweise von einem Arzt begleitet.3 Wenn der Zustand jedoch drei Wochen oder länger anhält, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen.
Das Wichtigste ist, Ihre Stimme zu schützen. Starke Belastung der Stimmbänder kann den Heilungsprozess verlängern. Vor allem müssen Sie dafür sorgen, dass im Wohnzimmer genügend Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. Auch regelmäßiges Inhalieren fördert den Heilungsprozess. Damit die Schleimhäute nicht austrocknen, müssen Sie auf Ihren Flüssigkeitshaushalt achten und ausreichend trinken.2
Bei einer chronischen Laryngitis wird eine Antibiotikabehandlung oft nicht als initiale Therapie eingesetzt. Stattdessen sollen Protonenpumpenhemmer (PPI) die Ursache direkt bekämpfen können. Sie sind Wirkstoffe, die der Säuresekretion im Magen entgegenwirken.4
Auch interessant: Schal gegen Halsschmerzen: Hilft das wirklich?
Wie wird eine Diagnose gestellt?
Symptome und Dauer der Erkrankung werden in der Regel erstmals in der Anamnese durch den behandelnden Arzt erfragt. Im Rahmen der Diagnostik untersucht ein Arzt Veränderungen der Schleimhäute wie Rötungen, Schwellungen und Schleimablagerungen. Zur Untersuchung des Kehlkopfes wird in der Regel ein flexibles Endoskop verwendet. Leidet der Patient unter einem starken Nasenreflex, kann das Endoskop auch durch die Nase über Nasopharynx und Mundrachen eingeführt werden.
Gelegentlich wird auch eine Stroboskopie durchgeführt. Damit können Sie das Schwingungsverhalten der Stimmbänder beobachten und somit auch feine Störungen auswerten.
Das Ausmaß der Entzündung kann nicht immer vollständig diagnostiziert werden. In diesem Fall kann eine direkte Kehlkopfspiegelung in einer Klinik unter Narkose durchgeführt werden. Darüber hinaus können auch Gewebeproben entnommen werden, um diese später im Labor untersuchen zu können.2
Quellen
- 1. Thomas, CM, Jette, ME, Clary MS (2017). Faktoren im Zusammenhang mit infektiöser Laryngitis: eine retrospektive Überprüfung von 15 Fällen. Ann Automotive Larynx Rhinol.
- 2. Apotheken-Review: Kehlkopfentzündung (Kehlkopfentzündung) – was tun? (abgerufen am 17.10.2022)
- 3. Jaworek, AJ, Earasi, K., Lyons, KM et al. (2018). Akute infektiöse Laryngitis: eine Fallserie. Ohr, Nase, Hals J.
- 4. Stein, DJ, Noordzij, P. (2013). Auftreten von chronischer Laryngitis. Ann Automotive Larynx Rhinol.