Ab: 27.07.2022 18:04
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erlaubt die Bundesregierung der Büchsenmacherei KMW im Jahr 2000 die Produktion von 100 Panzerhaubitzen für die Ukraine. Darüber hinaus können 30 Gepard-Panzer nach Kiew exportiert werden.
Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge dem Waffenhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) die Erlaubnis erteilt, im Jahr 2000 100 Panzerhaubitzen für die Ukraine zu produzieren. Das berichten übereinstimmend „Der Spiegel“ und das ZDF.
Die Produktion beginnt sofort
Die Ukraine fragte im April, ob die Granaten direkt beim Hersteller gekauft werden könnten. KMW hat daraufhin umgehend ein Angebot abgegeben. Wie ein KMW-Sprecher dem „Spiegel“ sagte, stellte der Hersteller am 11. Juli einen Antrag beim Wirtschaftsministerium und erhielt zwei Tage später die Baugenehmigung.
Die Produktion der Waffensysteme soll sofort beginnen. Das Gesamtvolumen des Auftrags beträgt 1,7 Milliarden Euro. Wann die ersten Granaten in die Ukraine gehen, ist noch nicht klar. Die Produktion aller Schalen dürfte mehrere Jahre dauern.
30 Gepardenbecken
Die Regierung gab auch grünes Licht für die Lieferung von 30 Gepard-Panzern. „Ich kann Ihnen sagen, dass die Bundesregierung den Export von 30 Gepard-Panzern genehmigt hat. Dieser Export hat begonnen“, zitierte das ZDF einen KMW-Sprecher.
Die Panzerhaubitze 2000
Die mit drei bis fünf Soldaten besetzte Panzerhaubitze 2000 ist ein mobiles Artilleriegeschütz mit hoher Feuerkraft, montiert auf einem Panzerfahrgestell. Mit einem Gewicht von über 55 Tonnen wurde das Fahrzeug gebaut, um Ihren eigenen Soldaten im Kampf aus der Ferne zu helfen, indem Sie auf den Feind schießen. Dies wird im Militärjargon als “indirekte Feuerunterstützung” bezeichnet.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern ist die Haubitze schnell einsatzbereit. Je nach verwendeter Munition kann das Geschütz im Kaliber 155 Millimeter zwischen 30 und 40 Kilometer weit schießen und mit Hilfe des integrierten Feuerleitrechners mit höchster Präzision großen Schaden anrichten. Die Haubitze, die in Fachkreisen zu den modernsten der Welt zählt, kann bis zu zehn Granaten pro Minute abfeuern.
Seit 1998 setzt die Bundeswehr die Panzerhaubitze 2000 ein. Sie hat tatsächlich über hundert dieser Geschütze, von denen zuletzt nur 40 einsatzfähig waren.
Medienbericht: Ukraine darf 100 Panzerhaubitzen von Deutschland kaufen
Kai Clement, ARD Berlin, 27. Juli 2022 18:08 Uhr