Luca Hänni und Christina Luft machen die Belästigungsvorwürfe öffentlich
So viel Z-Fan-Liebe geht.
Luca Hänni und Christina Luft veröffentlichten gemeinsam eine Stellungnahme, in der sie sich gegen die Belästigung einer Frau wehren. Die Angeklagten sind weit gereist, um ihren Idolen nahe zu sein.
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Luca Hänni und Christina Luft haben sich öffentlich zu einem Stalker geäußert.
Michel ImhofDeskleiter Gent
Wenn die Liebe der Fans zu extrem wird: Luca Hänni (28) erlebt es seit mindestens acht Jahren. 2014 machte er erstmals öffentlich, dass er von einem Stalker verfolgt werde. Obwohl es um dieses Thema eher ruhig geworden ist, hat sich die Situation nicht verbessert. Gemeinsam mit seiner Verlobten Christina Luft (32) wehrt er sich mit einer Aussage gegen die Belästigung von Z.*: Immer mehr verunglimpfen sie das Paar bei Veranstaltern und Werbepartnern. Hänni und seine Geschäftsleitung verhängten deshalb ein Veranstaltungsverbot gegen Z.
Ihren Angaben zufolge begann der Kult 2011, als Luca Hänni bei „Deutschland sucht den Superstar“ mitwirkte. Mit 11 Jahren habe sie vor der Villa der „DSDS“-Kandidatin gezittert, als sie das erste Mal mit Hänni sprach, schreibt Z. auf ihrem Instagram-Profil zu einem Bild, das sie mit einem Tattoo des Logos der Sängerin zeigt Später spitzten sich die Dinge zu. 2014 sprach Luca Hänni über den Vorfall, als dieser vor seinem Haus auftauchte: Die damals noch minderjährige Frau drohte damit, vor seinem Haus Benzin zu giessen und sich anschliessend selbst anzuzünden. ging nicht aus
“Sie stand schon um fünf Uhr morgens vor meiner Garage”
Auch von Beißattacken auf andere Fans war die Rede: Hänni warf ein T-Shirt ins Publikum, und Z. wollte es so sehr, dass er den Angriffen nicht auswich. Im selben Jahr kam es auch zu einer Festnahme: Der damals 15-jährige Z. durchlief die Zollkontrolle am Flughafen Zürich, um den Schlagerstar zu treffen. Wie viele Vorfälle es insgesamt gab, ist unklar. «Sie stand bereits um fünf Uhr morgens im Morgennebel vor meiner Garage, als ich mit dem Auto wegfuhr», sagte Luca Hänni 2018 im Interview mit dem «Migros-Magazin».
Danach wurde es still um Z., obwohl er immer noch regelmässig bei den Veranstaltungen des Berner Musikers dabei war. „Ich staune über ihre Ausdauer, sie folgt mir überallhin. Ich habe einmal in Hamburg gespielt und zwei Tage später in Luzern, sie war an beiden Orten im Publikum“, sagte Hänni vor vier Jahren. Der Blick weiss das: Seine Mutter begleitete ihn oft zu Anlässen, unter anderem zu Luca Hännis Teilnahme am Eurovision Song Contest 2019 im israelischen Tel Aviv.
Soziale Netzwerke als Informationsquelle
Z. hat Luca Hänni in seinem Leben bereits 624 Mal gesehen, notiert er in den sozialen Netzwerken. Um sein Idol zu treffen, nutzt er soziale Medien und wartet nach Instagram-Geschichten manchmal am Bahnhof, um ein Foto zu machen und sich zu unterhalten. „Jedes Treffen hat seine Geschichte“, schwärmte Z. vor einem Jahr. „Ein Leben ohne Luca ist für mich nicht mehr möglich. Mit jedem Treffen gibt er mir die Kraft, weiterzumachen.“ Und auch: „Wenn ich bei ihm bin, weiß ich, wofür es sich zu kämpfen lohnt.“
Dass dieser Fan-Liebe keine Gegenliebe entgegengebracht wird, dürfte Z. spätestens seit der Veröffentlichung des Statements von Luca Hänni und Christina Luft bekannt sein. Beratungsstellen empfehlen Mobbing-Opfern, die Situation mit ihrem Umfeld und der Öffentlichkeit zu teilen. Das schafft Verständnis und Bewusstsein für die schwierige Situation. „Wir haben keine Wahl“, schrieb das Paar auf Instagram.
* Den Verlegern bekannter Name
Beratungsstellen für Mobbing-Opfer
Opfer von Mobbing erhalten Unterstützung von folgenden Organisationen:
In jedem Kanton gibt es eine kantonale Opferberatungsstelle. Sie beraten Opfer in psychologischen, rechtlichen und finanziellen Fragen.
Das Merkblatt der Schweizerischen Kriminalprävention erklärt Betroffenen, mit welchen konkreten Strategien und Massnahmen sie sich besser gegen Stalker wehren können.
Opfer von Mobbing erhalten Unterstützung von folgenden Organisationen:
In jedem Kanton gibt es eine kantonale Opferberatungsstelle. Sie beraten Opfer in psychologischen, rechtlichen und finanziellen Fragen.
Das Merkblatt der Schweizerischen Kriminalprävention erklärt Betroffenen, mit welchen konkreten Strategien und Massnahmen sie sich besser gegen Stalker wehren können.