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Massenentlassungen beim Hersteller Galderma für einen Tag
Galderma, bekannt für seinen Sonnenschutz für den ganzen Tag, entlässt 97 Mitarbeitende in Zug und Lausanne, wie der Blick erfuhr. Ist der geplante Börsengang der Grund für die Massenentlassungen?
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Galderma, bekannt für seinen ganztägigen Sonnenschutz, wird in Zug 97 Mitarbeitende entlassen
Galderma plant den grössten Börsengang der Schweiz seit der Jahrtausendwende! Doch nicht alle Mitarbeiter des bekannten Hautpflegeherstellers werden den spektakulären Börsengang des Unternehmens miterleben können.
Der Blick weiss: Bei Galderma in Zug und Lausanne wird es zu Massenentlassungen kommen. Jeder fünfte Arbeitsplatz ist weggefallen. 97 Personen sind betroffen. Für sie wird ein Sozialplan erstellt.
Galderma bestätigt Angaben auf Anfrage von Blick. „Leider betreffen die strukturellen Anpassungen unseres Betriebsmodells auch unsere Kollegen in der Schweiz“, sagt ein Unternehmenssprecher. „Wir sind mit makroökonomischem Gegenwind in Form von Inflation, Angebotsengpässen, geopolitischer Instabilität und hohen Zinsen konfrontiert, und wir gehen davon aus, dass diese Bedingungen auf absehbare Zeit anhalten werden.“
Bewertung von 20 Milliarden Dollar
Die ehemalige Nestlé-Sparte ist vor allem als Sonnenschutzhersteller Daylong bekannt. Der Lebensmittelmulti hatte sich jedoch zu seinen Investitionen in das Dermatologieunternehmen Galderma verpflichtet. Im September 2017 wurde der Produktionsstandort Egerkingen SO geschlossen, ein Schlag für die 3.500-Seelen-Gemeinde.
Ein Börsengang sei seit langem geplant, musste aber laut Nachrichtenagentur Reuters aufgrund der Weltwirtschaftslage und der russischen Invasion in der Ukraine verschoben werden. Das Jahr 2023 wird jetzt festgelegt.
Galderma ist ein Schwergewicht in der Branche. Laut früheren Berichten könnte der Schweizer mit mehr als 20 Milliarden Dollar bewertet werden. Rezessionsängste und hohe Zinsen lasten auf dem Ganztages-Maker. Ist die Massenentlassung ein Versuch, sich für den Börsengang einzukleiden?
Expansion in Asien
Davon will Galderma nichts sagen und verweist auf steigende Zinsen und eine hohe Inflation. „Diese Faktoren werden letztendlich eine erhebliche Bedrohung für unser Geschäft darstellen, wenn wir sie nicht umgehend angehen“, sagte das Unternehmen.
Im Gegensatz zur Schweiz expandiert Galderma weltweit. Mitte Oktober hatte das Unternehmen seine Asien-Pläne öffentlich gemacht. Galderma kündigte an, dass das Unternehmen seine fünfte Fabrik in Singapur bauen wolle. Damit reagiert das Zuger Unternehmen auf die anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen dermokosmetischen Produkten im asiatisch-pazifischen Raum.