Mercedes verspricht in Silverstone viel

“Wir wissen, dass die beiden besten Teams (Red Bull und Ferrari, Anm.) einen beträchtlichen Vorteil haben. Unsere Herausforderung besteht darin, diese Lücke zu schließen”, sagte Wolff. “Es ist auch unser Heimspiel, da Brackley und Brixworth unserem Team sehr nahe stehen. Die Mitglieder werden am Freitag auf dem Platz sein und die Ergebnisse ihrer harten Arbeit in Aktion von der Tribüne aus verfolgen.

Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien ist gespannt, ob Mercedes, Hamilton hat bereits acht Mal in Silverstone gewonnen, einen weiteren Schritt nach vorne machen kann. „Die Strecke ist auch sehr flach mit wenigen Schlägen, was Mercedes sehr hilft. Und Kanada war ein Hoffnungsschimmer für Lewis, er kommt seiner Form immer näher“, sagte Klien. Hamiltons Teamkollege und Landsmann Russell fährt mit einem konkurrenzfähigen Auto um seinen ersten Grand Prix zu Hause.

Ferrari braucht schnell Siege

Allerdings hat Weltmeister Max Verstappen bisher sechs der neun Rennen gewonnen, mit 49 Punkten Vorsprung auf Ferrari-Spieler Charles Leclerc. Knapp vor dem Monegassen liegt Sergio Pérez mit 46 Punkten. Angesichts des aktuellen Trends machen sich viele im Formel-1-Umfeld und auch die Fans bereits Sorgen, dass die Weltmeisterschaft kurz nach dem Sommer entschieden sein könnte. Wenn Ferrari und Leclerc noch das entscheidende Wort haben wollen, müssen Siege schnell kommen.

APA/AFP/Getty Images/Dan Mullan Verstappen konnte bisher in sechs der neun Saisonrennen den Sieg feiern

In Sachen Rennspeed liegen die „Scuderia“ und Red Bull im Grunde gleichauf. Das zeigte sich auch beim vorangegangenen Rennen in Montreal, wo sich Verstappen vehement gegen Carlos Sainz wehren musste, um seinen Sieg einzufahren. „Beide Teams haben gleich schnelle Autos, in Kanada war Ferrari im Rennen sogar etwas schneller. Aber die Umsetzung muss besser werden“, sagte Klien.

Red Bull macht “besseren Job”

„Aber die Stabilität ist nicht unbedingt überwältigend. Ferrari ist bei den Boxenstopps falsch und man muss sich auch strategisch verbessern. Das kann man sich in einer engen Weltmeisterschaft nicht leisten“, so der Vorarlberger weiter. Red Bull macht nur einen besseren Job. Zu Beginn der Saison, als man noch kein so starkes Auto hatte, hat man das mit Strategie wieder wettgemacht.“

Eine Vorentscheidung sei allerdings lange nicht gefallen, erinnerte sich Klien an das vergangene Jahr, als das WM-Duell in England reaktiviert wurde. Der Sturz von Verstappen und Hamilton, der damals noch amtierender Champion war, verschärfte sich Tage später. „Verstappen hatte alles im Griff. Dann kamen Silverstone und Budapest, und sofort war die Führung weg“, sagte Klien. Allerdings wird dies laut ihm in diesem Jahr nicht passieren. „Silverstone ist ein flüssiger Kreislauf mit schnellen Kurven, die Höchstgeschwindigkeit erfordern“, erklärte der 39-Jährige. “Ferrari fühlt sich auf mechanischen und verwinkelten Strecken wohler.”

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