Microsoft bietet ein letztes Mal Updates für Windows 7 und Windows 8.1 an

Der erweiterte Support endet für Windows 8.1 und die erweiterten Sicherheitsupdates für Windows 7. Der Januar-Patchday bringt Fixes für 98 Sicherheitslücken. Darunter ist eine Schwachstelle, die bereits aktiv von Hackern ausgenutzt wird.

Microsoft hat den Patch Day im Januar genutzt, um zum letzten Mal Updates für Windows 7 und Windows 8.1 auszuliefern. Der erweiterte Support für Windows 8.1 endet heute. Zum letzten Mal erhalten Windows-7-Nutzer Patches für das mittlerweile fast 14 Jahre alte Betriebssystem im Rahmen kostenpflichtiger Extended Security Updates.

Auch Windows Server 2008 R2 wird mit dem Januar-Patchday den Support beenden. Alle drei Betriebssysteme gelten spätestens ab dem Februar-Patchday als unsicher. Nach den neuesten Zahlen von StatCounter machte Windows 7 im Dezember 11,2 Prozent aller Windows-Installationen aus. Windows 8.1 hatte damals einen Anteil von 2,6 Prozent.

Insgesamt patcht Microsoft im Januar 98 Lücken in Windows und Produkten wie Office, SharePoint und Exchange Server. Elf Schwachstellen gelten als kritisch. Darunter ist eine Zero-Day-Schwachstelle.

Es ist auf allen unterstützten Versionen von Windows und Windows Server verfügbar. Es ist einem Angreifer möglich, aus der Sandbox des Edge-Browsers auszubrechen und bösartigen Code mit Systemrechten auszuführen. Sicherheitsexperte Dustin Childs von der Zero Day Initiative vermutet, dass die Schwachstelle zur Verbreitung von Malware genutzt wird, da sie laut Microsoft vom Sicherheitsanbieter Avast entdeckt wurde.

Microsoft stuft aber auch Bugs in Cryptography Services, SharePoint Server und den L2TP- und SSTP-Protokollen als kritisch ein. Sie ermöglichen das Einschleusen und Ausführen von Schadcode aus der Ferne. Auch andere Schwachstellen in Office, Bluetooth, der Grafikkomponente und verschiedenen Windows-Komponenten können missbraucht werden, um Sicherheitsfunktionen zu umgehen, sensible Daten auszuspähen, höhere Rechte als ein angemeldeter Benutzer zu erlangen oder Phishing-Angriffe durchzuführen

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