Aktualisiert am 30.08.2022 um 08:43 Uhr
- Einige Menschen haben nach einer Impfung gegen das Coronavirus eine Entzündung des Herzmuskels entwickelt.
- Allerdings ist laut einer Studie das Risiko einer Myokarditis nach einer COVID-19-Infektion deutlich höher.
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Immer wieder wurde von Menschen berichtet, die nach einer Impfung gegen das Coronavirus an einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) litten. Laut einer aktuellen Studie, die im Fachblatt Circulation veröffentlicht wurde, kommt es jedoch nach einer Infektion mit COVID-19 deutlich häufiger zu Entzündungen des Herzmuskels als nach einer Impfung gegen die Krankheit.
Daten von rund 43 Millionen Menschen ab 13 Jahren in Großbritannien wurden ausgewertet. Voraussetzung war, dass die Personen ein- oder mehrfach gegen das Coronavirus geimpft worden waren. Etwa sechs Millionen dieser Menschen erkrankten während der Probezeit an COVID-19. Insgesamt 2.861 Personen entwickelten eine Myokarditis, davon 617 direkt nach der Impfung.
Das Myokarditis-Risiko stieg 28 Tage nach Erhalt der ersten AstraZeneca-Impfung oder nach der ersten, zweiten oder Auffrischimpfung mit dem Biontech/Pfizer- oder Moderna-Impfstoff. Es war jedoch viel geringer als das Risiko, nach einer COVID-Infektion mit Myokarditis diagnostiziert zu werden.
Bei Frauen über 40 Jahren kamen zwei bis drei Fälle von Myokarditis auf eine Million geimpfte Frauen, die mit dem Pfizer-Impfstoff geimpft wurden. Insgesamt wurden 51 Fälle von Myokarditis nach einer Coronavirus-Infektion identifiziert. In der Gruppe der ungeimpften Männer unter 40 Jahren gab es 16 Fälle von Myokarditis pro Million Infizierter.
„Das Risiko, nach einer Impfung gegen COVID-19 eine Myokarditis zu entwickeln, ist gering“, schlussfolgert Professor Nicholas Mills von der University of Edinburgh. „Dieses Risiko muss gegen die Vorteile der Verhinderung einer schweren Infektion mit COVID-19 abgewogen werden“, sagte er. © 1&1 Mail & Media/spot on news
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