Picasso, Hollein und Kogelnik in Museen

Ab 5. April 2023 bietet „Unglaublich. Die Sammlung Würth“ im Leopold Museum einen Einblick in eine der größten Privatsammlungen Europas. Als Kurator hat Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger aus den rund 20.000 Exponaten der Sammlung 200 Meisterwerke ausgewählt, die auf zwei Ausstellungsebenen präsentiert werden. Zu sehen sind unter anderem Werke von Max Liebermann, Edvard Munch, Pablo Picasso, Rene Magritte, Max Beckmann, Gerhard Richter, Christo und Anselm Kiefer.

Persönlich zum “frühen Expressionisten”

Der Herbst steht im Leopold Museum ganz im Zeichen des Expressionismus. „Max Oppenheimer. Expressionist der ersten Stunde“ ist eine Personalausstellung des von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ abgestempelten Max Oppenheimer (1885–1954), der in die USA emigrierte, wo er allein und verarmt starb.

Ab 20. Oktober gibt es eine Retrospektive zu Gabriele Münter (1877-1962). In zehn Themeninseln und mit rund 120 Ausstellungen wird die Malerin durch ihre oft von Stilwechseln begleiteten Lebensstationen begleitet, die von impressionistischen Landschaftsstudien bis hin zu einer expressiven Synthese bisheriger Erfahrungen reichen.

Aber das Leopold Museum hat mit Schiele in Tokio angefangen: Die Schau „Egon Schiele. From the Collection of the Leopold Museum“ wird nach Angaben des Museums ab dem 26. Januar im Tokyo Metropolitan Museum of Art die umfassendste und repräsentativste Ausstellung der Highlights der Leopold Collection in Asien sein.

Mumok startete mein “On Stage”

Die erste große Ausstellung des Jahres im mumok widmet sich zunächst den Theaterkunstformen der sechziger Jahre und trägt den Titel „Auf der Bühne. Kunst und Szene“ (ab 15. März). Im Mittelpunkt der Sendung standen damals unter anderem Hermann Nitsch, die Wiener Gruppe und die feministische Szene mit VALIE EXPORT und Sanja Ivekovic.

Ab dem 31. März wird Adam Pendleton, ein afroamerikanischer Nachwuchsstar, der das Konstrukt der Schwarzheit als „Farbe, Identität, Methode und politische Bewegung“ erforscht, mit seinen Arbeiten in der Ausstellung „Blackness, White, and Light“ zu sehen sein irgendwo. zwischen Malerei, Skulptur und Kino. Gleichzeitig wird der österreichischen Künstlerin Agnes Fuchs mit „Her Eyes were Green“ eine Personale gewidmet und ab 5. Mai mit „Fantasy Factory“ das Werk der 2020 verstorbenen Künstlerin Elisabeth Wild beleuchtet. .

Werke von mehr als 30 Künstlern aus Afrika, Asien und Europa sind in der Herbstausstellung „Avantgarde und Befreiung“ (ab 30. September) zu sehen, die sich mit der Bedeutung der globalen Moderne für die Kunst der Gegenwart auseinandersetzt Laut Kurator Christian Kravagna stellt sich die Frage: „Welches Potenzial sehen Künstler in der Verbindung mit dekolonialen Avantgarden, um sich gegen aktuelle Formen von Rassismus, Fundamentalismus oder Neokolonialismus zu stellen?“ Gleichzeitig: „Nie wieder. Einmal und einmal. Krieg“: Die Ausstellung widmet sich laut Kurator Rainer Fuchs der „unversöhnlichen Utopie“ des Slogans „Kein Krieg mehr“ der Friedensbewegung.

Kiki Kogelnik beim Kunstforum

Das Bank Austria Kunstforum Wien präsentiert ab 2. Februar das umfangreiche Werk von Kiki Kogelnik. „Kiki Kogelnik: Now Is The Time“ wird laut Regisseurin Ingried Brugger die bisher größte Einzelpräsentation der Künstlerin. Mit performativen Praktiken, Installationen, Malerei, Zeichnungen und dem Einsatz von Keramik beschäftigte sich die österreichische Vertreterin der Pop Art seit Anfang der sechziger Jahre mit Themen wie Konsumgesellschaft, technischem Fortschritt, Medizin, Diagnose und dem (weiblichen) Körper und seinen Implikationen .

Ab dem 12. Oktober steht das Werk von Robert Motherwell im Kunstforum im Mittelpunkt. Die 40 ausgestellten Werke von „Robert Motherwell – Painting“ umfassen zwei seiner wichtigsten Zyklen: „Elegies to the Spanish Republic“ und „Opens“. Motherwells Werke zeichnen sich durch einen eigenen unverwechselbaren Stil aus. Zwischen der europäischen Moderne und der expressiven gestischen Malerei der amerikanischen Nachkriegszeit oszillierend, erfüllt der amerikanische Künstler seine Werke mit Zuneigung und Askese, da sie für ihn die menschliche Psyche widerspiegeln.

Die österreichische Künstlerin Anja Manfredi zeigt ab 27. April ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Wien. Das Projekt trägt den Titel „ATLAS“ und zeigt mit analoger Fotografie sowohl verborgene oder übersehene Orte in der österreichischen Hauptstadt als auch viel abgelegenere Orte wie das Atlasgebirge in Marokko.

Das Architekturzentrum feiert sein 30-jähriges Bestehen

Das Architekturzentrum Wien (Az W) feiert 2023 sein 30-jähriges Bestehen. Die Schau „Yasmeen Lari. Architektur für die Zukunft“ sei „eine hochaktuelle Ausstellung“, sagte Direktorin Angelika Fitz bei der Eröffnung des Jahresprogramms. Als erste Architektin Pakistans entwarf die heute 81-Jährige ikonische Gebäude der Moderne, „bevor sie eine kohlenstofffreie Selbstbaubewegung für die Ärmsten der Armen.“ Ausgehend von ihrem Lebenswerk zeigt die erste Weltausstellung zu Yasmeen Lari, „wie sich das Verhältnis von Architektur und Zukunft verändert“.

Ab dem 21. September heißt es „Hollein Calling“: „Architectural Dialogues“ will Hans Holleins Werk anhand von 15 Positionen einer jüngeren Generation europäischer Architekten neu bewerten und „in den heutigen Diskurs zurückbringen“. Das Az W verwaltet den Hollein-Nachlass, der mehr als 400 Projekte, mehr als 800 Modelle und mehr als 30.000 Fotografien umfasst, und die Ausstellung zeigt „viel Unveröffentlichtes“ (Fitz).

Ab dem 5. Oktober wird die Ausstellung „Zwischen Haushalten, Muttermilch und Gebäudewandel. Positionen unserer Generation“ widmet sich den brennendsten Fragen junger Architekten.

Haus der Geschichte mit „30 Jahre Licht“

Das Haus der Österreichischen Geschichte (hdgö) feiert 2023 sein fünfjähriges Bestehen. „Im Rahmen des 85. Jahrestages des ‚Anschlusses‘ Österreichs an das Deutsche Reich setzen wir 2023 den Fokus auf die Erinnerung und zeigen aktuell brisante Aspekte des österreichischen Nationalsozialismus Vergangenheit in unserem neu gestalteten Hauptausstellungsbereich und in der Sonderausstellung am Ende der Zeitzeugen”, so hdgö-Direktorin Monika Sommer.

Ab dem 19. Januar erinnert zudem eine Online-Sonderausstellung an „30 Jahre Lichtermeer“. Begleitet wird die Ausstellung von dem Aufruf, eigene Erinnerungen in Form von Fotos, Videos oder einem Objektbild beizusteuern.

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