Wirtschaft
Die Papierpreise haben sich in den letzten zwei Jahren verdreifacht, zudem gibt es Verdachtsmomente, dass die heimische Papierindustrie ab 2024 kein Zeitungspapier mehr produzieren könnte. All das setzt die steirischen Printmedien unter Druck.
17.10.2022 07.45
Ab heute 7.45 Uhr online
Der Papierpreis ist zuletzt von unter 400 Euro auf bis zu 1.000 Euro pro Tonne gestiegen, sodass es nur noch Monatspreise statt Jahrespreise gibt, so die Styria Media Group, unter deren Dach die meisten steirischen Printtitel erscheinen.
weniger Seiten
Am stärksten betroffen sind die sogenannten Gratiszeitungen, die von Werbung und Anzeigen leben, aber auch die „Kleine Zeitung“ steht durch den Anstieg der Papierpreise unter Druck. Der Regionalteil wird laut Geschäftsführer Thomas Spann aber gar nicht gekürzt, sondern im Laufe der Woche Seiten eingespart: „Wir haben immer noch mehr als 200.000 Print-Abonnenten und werden versuchen, diese erheblichen Preissteigerungen abzufedern.“ wie möglich. Aber was wir zu schätzen wissen, ist, dass diese Erhöhungen, wenn sie kommen, nicht in der Größenordnung einer aktuellen globalen Inflationskurve liegen werden.”
Es gibt auch eine Preiserhöhung im Zimmer
Wenn die Preise angehoben werden, werde das wohl erst im nächsten Jahr der Fall sein, sagt Spann. Aber auch Mediaprint, die die „Steirerkrone“ herausgibt, bestätigt mögliche Preiserhöhungen, allerdings wird auch hier das Sortiment zunächst reduziert; Außerdem wurden Papierinventare erstellt.
Digitale Angebote werden forciert
Seit Anfang Oktober ist auch ein Teil der Online-Ausgabe der Kronen Zeitung kostenpflichtig. Auch das digitale Abonnement der „Kleinen Zeitung“ ist seit einiger Zeit kostenpflichtig; Zu den rund 60.000 Digital-Abonnenten will das Unternehmen jetzt noch mehr hinzuzählen, sagt CEO Thomas Spann: „Jetzt geht es wirklich regional zu. Print-Leser einladen Print-Leser reinkommen, Abonnenten reinkommen, unverbindlich anschauen. Das ist es.“ auch eine der Maßnahmen, die eine gute flankierende Maßnahme sein könnten, damit wir hier preislich und auch mengenmäßig weiterhin auf einem sehr guten zukunftsweisenden Kurs bleiben können.“