Politik
Rechtsextremisten haben am Sonntagmorgen vergeblich versucht, ein Transparent auf dem Balkon des Innenministeriums aufzuhängen. Die Polizei habe sie daran gehindert, berichtete das Innenministerium am Nachmittag.
11.06.2022 15.28
Ab heute, 15:28 Uhr online
Am Nachmittag demonstrierten Rechtsextreme gegen die „Asylbewerberlawine“ und „Preiserhöhungen“. Auch FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sprach bei einer früheren Kundgebung. Vertreter von Identitaris versuchten am Sonntag gegen 6.30 Uhr mit einer Leiter von der Straße aus auf den Balkon über dem Eingang des Innenministeriums zu gelangen und stellten ein Transparent mit der Aufschrift „Schließt die Politiker: Schließt die Grenzen“ auf.
Dies konnte jedoch durch ein Eingreifen von Objektschutzbeamten der Wiener Landespolizei verhindert werden. Die Identitäten der Aktivisten wurden festgestellt und das Transparent entfernt. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) versicherte, er werde sich nicht von Rechtsextremen und Rechtsradikalen, ihren Parolen und ihrem Hass beeinflussen lassen. Ihr Ziel ist der Kampf “gegen die brutale und menschenverachtende Menschenhandelsmafia”. Ihr Ziel sei es, die Gesellschaft zu spalten, “um ihre antidemokratischen Ziele zu verfolgen”.
Russische und österreichische Flaggen
Am Nachmittag versammelten sich die teilweise rechtsextremen Demonstranten in der Wiener Innenstadt zu einer Kundgebung, bei der ein Vertreter der Identitären Gruppe „Die Österreicher“ und der Organisator der Demonstration von CoV Martin Rutter auftraten. Mit Schöndlitz ergriff auch ein prominenter Liberaler das Wort.
Bei der anschließenden Demonstration waren neben österreichischen Fahnen auch russische Fahnen zu sehen. Auf den Bannern wurde für alles Mögliche geworben, darunter auch für eine Steuersenkung. Zu diesem Zeitpunkt seien keine größeren Zwischenfälle gemeldet worden, teilte die Wiener Polizei auf Anfrage mit.