Schlecht parken oder E-Mails checken – diese Busse sind lauter als erwartet

Croissants essen, Whatsapp, Online-Parken

Diese 7 Fehler kosten mehr als Sie denken

Morgens schnell ins Croissant schlürfen, nebenbei Whatsapp-Nachrichten checken oder das Auto ein paar Zentimeter über der Linie parken – was viele im täglichen Autofahren erledigen, kann im schlimmsten Fall einiges an Geld kosten Geld und manchmal sogar Ihren Führerschein.

1. Behälter leeren

Wer mit leerem Tank oder Batterie auf der Autobahn anhält, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen. Denn gemäss der Entscheidung des Bundesgerichtshofs gilt ein Fahrzeug mit zu wenig Treibstoff als nicht betriebssicher. Erreicht das Auto dennoch den Standstreifen oder eine Ausstellungsnische, kommen Sie mit einer Busse von 120 Franken davon. Gibt es jedoch keinen Pannenstreifen – zum Beispiel in einem Tunnel oder auf einer Baustelle – und das Auto bleibt auf der Strasse stehen, drohen Ihnen Strafen und Bussen bis zu mehreren Hundert Franken. 2020 musste beispielsweise ein Autofahrer im Aargau 1500 Franken bezahlen, weil er mit leerem Tank auf der Überholspur anhielt und sich dann auf der Suche nach Benzin zwei Kilometer vom Fahrzeug entfernte.

2. WhatsApp

Ein kurzer Blick aufs Smartphone, weil die neuste Whatsapp-Nachricht klingelt, ist doch nicht tragisch, oder? Oh doch! Wer danach zum Handy greift, wird nicht nur gefährlich abgelenkt, sondern auch schnell mit mehreren hundert Franken Busse bestraft. Denn anders als beim Telefonieren mit dem Handy am Ohr (100 Fr.) ist der Umgang mit dem Smartphone verboten. Je nach Kanton und Situation müssen Sie mit Bussen von 300 bis 400 Franken oder mehr rechnen, und die Gebühren können schnell auf bestenfalls 500 bis 700 Franken steigen. Sie können aber auch 1000 Franken überschreiten! Hinzu kommt oft noch ein Führerscheinentzug für ein bis drei Monate.

3. Croissant auf dem Rad

Das Essen während der Fahrt wird dafür bestraft, dass es genauso teuer ist wie die Nutzung eines Smartphones. 250 Franken kostete 2012 der Biss in eine Brezel eine Frau im Kanton Zürich. Und das ist kein Einzelfall: Denn Brezeln oder Gipfelparties gelten als «Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit bei der Ausübung von Tätigkeiten», wofür die Busse schnell reichen kann einige hundert Franken, gemäss kantonalen Vorschriften. Mit beiden Händen in ein Sandwich zu beißen oder während des Essens in einer Schlangenlinie zu fahren, kann bis zu 1500 Franken und den Führerschein kosten.

4. Gras rauchen und fahren

Wer grün einatmet, sieht an einer Verkehrskontrolle schnell rot: Anders als beim Trinken und Autofahren gilt bei Cannabis eigentlich null Toleranz. Bedeutet: Wer nach der Arbeit ein Bierchen trinkt und danach fährt, ist (meistens) nicht bedroht. Wer abends ein Schwein raucht und am nächsten Tag nachschaut, muss bestenfalls ein Bußgeld wegen illegalen Konsums zahlen, und zwar dann, wenn die im Blut gefundene Menge weniger (kaum nachweisbar) 1,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blut beträgt . . Ist es vorbei, ist das Ticket für mindestens drei Monate weg, und die Kosten können horrend sein: oft um die 1000 Franken plus bedingte Bussen (Tagessätze), wobei die Gebühren meist zwischen 2000 und 3000 Franken liegen. Hinzu kommen Bussen für Konsum (mit Gebühren meist im dreistelligen Frankenbereich), Fahrtüchtigkeitskontrolle (1000–3000 Franken) und regelmässige Urinkontrollen während sechs Monaten bis zwei Jahren.

5. Online-Parken

Blaue Zone, weisse Felder, gelbe Linien – Parkregeln und Vorschriften in der Schweiz sind komplex (Klicken Sie hier für den Ratgeber: Richtig parken). Ob weiß oder blau: Das ganze Auto muss auf dem Feld stehen bleiben, weder die Stoßstange noch die Außenspiegel dürfen überstehen. Es wird auf jeden Fall eine Geldstrafe geben, wenn die Reifen auf der Linie statt darin liegen; dies gilt als Parken außerhalb des Parkbereichs. Aber was darf es kosten, wenn die Räder nur eine Hand draußen sind? 1250 Franken! So erging es einer Zürcherin trotz Anwohnerparkkarte: Nach über zehn Stunden kostet Falschparken nicht mehr nur je nach Dauer 40, 60 oder 100 Franken, sondern wird gemeldet. Nach drei Tagen machte ich eine wahnsinnige Busse von 700 Franken plus 550 Franken Gebühren.

6. Zu wenig Abstand halten

Als Faustregel gilt, dass der Abstand zum Vordermann zwei Sekunden betragen sollte. Bei dem morgendlichen Verkehr auf der Autobahn ist dies jedoch fast unmöglich (siehe Video) – wenn Sie genügend Abstand lassen, werden Sie garantiert in die richtige Lücke geschoben. Fatal, denn eine zu geringe Distanz kann Tausende Franken und den Führerschein kosten. Obwohl die Richtwerte von Kurve zu Kurve unterschiedlich sind, gilt allgemein: „Ein halber Meter in Metern“ oder mehr als 1,8 Sekunden sind legal, das wären zum Beispiel 120 km/h aus etwa 60 Metern. Bei einem Intervall von weniger als 1,8 Sekunden kommen Sie meist auf ein paar hundert Franken plus Gebühren. Aber in weniger als 0,6 Sekunden wird es reichlich. Zum Beispiel in den Kantonen Zürich und Graubünden: Bei 11 bis 15 Prozent der Geschwindigkeit in Metern (bei 120 km/h 13 bis 18 m) zehn Tagessätze. Bei einem Nettomonatslohn von 5000 Franken beträgt der Tagessatz 120 Franken. Es bedeutet eine Busse von 1200 Franken plus Gerichtskosten.

7. Fahren mit Guckloch im Winter

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, wird es für die „Laternenparker“ schnell wieder mühsam (hier geht es zur Anleitung: Wenn der Winter kalt wird). Warum: Nicht nur die Windschutzscheibe und die vorderen Seitenscheiben müssen absolut schnee- und eisfrei sein, sondern auch die Glasflächen der Außenspiegel. Wenn Sie nicht oder gerade genug kratzen (Stichwort Schrott), kann es für Sie sehr teuer werden. Je nach Fall kostet die Überweisung in der Regel bis zu 600 Franken und mehr, zudem droht der Entzug der Personalausweise und im Falle eines Unfalls sogar eine Gefängnisstrafe.

Mehr Fahrfehler

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *