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Mikaela Shiffrin geht am Semmering allen davon.
Der Sockel
1. Mikaela Shiffrin (USA) 2:07,182. Petra Vlhova (Slk) +0,133. Marta Bassino (It) +0,31
Das Rennen
Lara Gut-Behrami weiß, wie man am Semmering (Österreich) das Podium im Riesenslalom erklimmt. Bei ihrem Debüt auf dieser Strecke im Jahr 2008 wurde sie Dritte. Dieses Jahr funktioniert es zumindest im ersten von zwei Rennen nicht. Und das trotz der guten Ausgangslage. Obwohl sie zur Pause eine Sekunde hinter Spitzenreiterin Mikaela Shiffrin liegt, fehlt ihr nur 27 Hundertstel vom Podium. Im zweiten Lauf attackierte die Tesinosa voll, doch ein Fehler beim vorletzten Tor kostete sie den zwischenzeitlichen Vorsprung. Sie belegt den zweiten Platz und wird wenig später vom Podest geschmissen. Am Ende ist es Siebter (+1,43).
Shiffrin feiert den Sieg. Die Amerikanerin startet mit der Startnummer 1 ins Rennen und beschwört einen Spaziergang im Schnee herauf, bei dem sich all ihre Konkurrenten die Zähne ausbrechen. Sie sind durch sieben Zehntel und mehr getrennt. Doch als Petra Vlhova, obwohl durch die Grippe geschwächt, im zweiten Durchgang voll angreift, wird es am Ende doch knapp. Shiffrin setzt sich durch und feiert nach seinem Doppelsieg 2016 seinen dritten großen Triumph am Semmering und seinen 78. Weltcupsieg.
Komplettiert wird das Podest von der Italienerin Marta Bassino. Im zweiten Lauf schlug er Tessa Worley (Fr).
Die anderen Schweizerinnen
12. Michelle Gisin +2.1719. Simone Wild +3.0020. Andrea Ellenberger +3.1323. Wendy Holdener +3.4627. Camille Rast +3,86 Ausscheiden im 1. Lauf: Vivanne Härri Stefanie Grob Für 2. Lauf nicht qualifiziert: 32. Corinne Suter +3.6239. Vanessa Kasper +4.53
Ihr Freund, der italienische Skifahrer Luca de Aliprandini, ist zur moralischen Unterstützung nach Semmering gereist. Beobachten Sie, wie Michelle Gisin zwei starke Starts hinlegt und sich dann im Laufe der Fahrt verschlechtert. Platz 12 ist jedoch das beste Ergebnis dieses Winters im Riesenslalom.
Simone Wild zeigt einen soliden zweiten Lauf und kann kurzzeitig als Zweite den ersten Platz belegen. Auch wenn die Führung nicht lange anhält, kann sie mit dem Ergebnis zufrieden sein. Gleiches gilt für Andrea Ellenberger. Er kann sich im Vergleich zu morgen nicht verbessern, aber er schneidet auch ab und sammelt Punkte.
Zur Halbzeit liegt Wendy Holdener auf Platz 23. Um die Entscheidung zu treffen, will sie aggressiver fahren als am Vormittag. Das funktioniert vielleicht nicht so gut. Sie liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der damals führenden Österreicherin Ramona Siebenhofer. Und er verliert es in der letzten Strecke.
Lange musste Camille Rast um die Qualifikation für den 2. Lauf zittern. Als 27. zieht er es durch und legt eine gute zweite Leistung hin. Nur im letzten Teil unterläuft ihm ein kleiner Fehler, der ihn Zeit kostet. Deshalb kann er nur kurze Zeit auf dem Thron des Anführers sitzen.
Speed-Spezialistin Corinne Suter bestreitet am Semmering ihren ersten Riesenslalom seit einem Jahr. Vor allem im unteren Teil hat es große Probleme. Das kostet viel Zeit, verpasst die Qualifikation für den 2. Lauf um 24 Hundertstel. Auch Vanessa Kasper hat mit ihrer Leistung keine Chance, sich für das Entscheidungsspiel zu qualifizieren.
Vivianne Härri läuft beim Einlaufen ins Ziel im ersten Lauf zu weit. Er schafft es nicht bis zur nächsten Tür, sondern verliert das Gleichgewicht und stürzt.
So hatte sich Stefanie Grob ihr WM-Debüt nicht vorgestellt. Nach rund 50 Sekunden hat der 18-jährige Appenzeller mit grossen Problemen zu kämpfen. Er hängt sich mit der linken Hand an ein Geländer und verliert bald darauf Stock und Handschuh. Grob kämpft weiter, aber das Rennen ist noch nicht zu Ende. Wenig später endete sein Auftritt vorzeitig.
Die Weltmeisterschaft steht an
Weltcup Riesenslalom (nach 3 von 10 Rennen)1. Marta Bassino (It) 240 Punkte2. Petra Vlhova (Slk) 190 Punkte3. Lara Gut-Behrami (Sz) 172 Punkte3. Sara Hector (Sd) 172 Punkte5. Mikaela Shiffrin (USA) 160 Punkte
Gesamtweltmeisterschaft (nach 13 von 39 Rennen)1. Mikaela Shiffrin (USA) 675 Punkte2. Sofia Goggia (It) 470 Punkte3. Petra Vlhova (Slk) 420 Punkte4. Wendy Holdener (Sz) 384 Punkte5. Corinne Suter (Sz) 334 Punkte
Cup of Nations (nach 25 von 77 Rennen)1. Schweiz 3618 Punkte2. Österreich 3062 Punkte3. Norwegen 2253 Punkte
Weltcup Riesenslalom (nach 3 von 10 Rennen)1. Marta Bassino (It) 240 Punkte2. Petra Vlhova (Slk) 190 Punkte3. Lara Gut-Behrami (Sz) 172 Punkte3. Sara Hector (Sd) 172 Punkte5. Mikaela Shiffrin (USA) 160 Punkte
Gesamtweltmeisterschaft (nach 13 von 39 Rennen)1. Mikaela Shiffrin (USA) 675 Punkte2. Sofia Goggia (It) 470 Punkte3. Petra Vlhova (Slk) 420 Punkte4. Wendy Holdener (Sz) 384 Punkte5. Corinne Suter (Sz) 334 Punkte
Cup of Nations (nach 25 von 77 Rennen)1. Schweiz 3618 Punkte2. Österreich 3062 Punkte3. Norwegen 2253 Punkte
Das gab mir Gesprächsstoff
Im Moment konnten die Österreicher in dieser Saison nicht überzeugen, sie sind noch sieglos und haben in den technischen Disziplinen nur ein Podest geholt. Die Stimmung ist alles andere als gut, an Kritik mangelt es nicht. Jetzt sollte die Antwort nach Hause folgen. Ein erster Schritt ist getan: Acht davon qualifizieren sich für den zweiten Lauf, die Besten allerdings „nur“ mit 14. Podestplätze gibt es am Ende nicht. Die Österreicherinnen warten weiter auf ihren ersten Riesenslalom-Sieg seit Eva-Maria Brem am 7. März 2016 in Jasna (Slk). Aber immerhin acht Punkte, die Beste ist Katharina Liensberger mit 13 (+2,22).
Das gab Gesprächsstoff II
Die Kanadierin Valérie Grenier zeigt einen guten 1. Lauf. Sie verliert nur 76 Hundertstel auf die schnellste Shiffrin und ist Vierte im Kampf um das Podium. In diese wird er jedoch nicht eingreifen. Der Grund? Sie wird nach dem 1. Wurf disqualifiziert. Grenier begann zu früh.
Das gab Gesprächsstoff III
Estelle Alphand sorgte im ersten Durchgang für einen Schockmoment. Die Fahrt des Schweden dauert nur rund zehn Sekunden. Dann hängt er sich an einer Tür auf und fällt spektakulär hin. Infolgedessen greift er sofort an sein linkes Knie. Es ist noch nicht bekannt, ob Alphand ernsthaft verletzt wurde. Laut dem schwedischen Fernsehsender Svt Sport ist die Verletzung nicht schwerwiegend und Alphand wurde für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.
Der Schwede ist bei weitem nicht der einzige Fahrer, der die Ziellinie nicht erreicht hat. Mit 17 von 68 Teilnehmern ist die Ausfallquote für einen Riesenslalom relativ hoch.
Die Stimmen (neben SRF)
Simone Wild nach dem zweiten Lauf: «Es war wieder angenehmer zu fahren. Er schlug weniger als in den ersten Innings. Es hatte ein paar Kurven, die einfach zu fahren waren. Ich habe mich riesig gefreut, ihn wieder im Ziel zu sehen.”
Michelle Gisin nach dem ersten Rennen: „Es ist toll zu fahren, weil es sehr ruppig ist. Das macht die Fahrt schneller, die Türen kommen schnell zu Ihnen. Der Start im ersten Lauf war gut, die Kurven auch ganz oben, dann habe ich vor allem im letzten Teil etwas an Tempo verloren. Wenn ich sehe, wie Shiffrin so geht, fühle ich mich gut dabei.”
Andrea Ellengerber nach dem ersten Rennen: „Ich habe mich sehr schlecht gefühlt, die Wertung war gut, aber nicht dort, wo ich hin möchte. Ich hoffe, dass ich es im zweiten Lauf besser machen kann. Je mutiger Sie fahren, desto weniger kostet es Sie. Deshalb will ich mutiger fahren.”
die Voraussetzungen
Ein eitler Schneesucher in Semming. Es ist nur weiß auf den Gleisen. Dieser wurde am Stephanstag fleißig gewässert und mit Salz behandelt. Die Strecke ist ziemlich holprig und erinnert an Frühlingsrennen. Ansonsten sind die Bedingungen gut: Temperaturen um den Gefrierpunkt, blauer Himmel und Sonnenschein. Damit kann das Ersatzrennen für den abgesagten ersten Riesenslalom der Saison in Sölden (Österreich) ausgetragen werden.
So gehen Sie vor
Zeit zum Verschnaufen bleibt den Technikern nicht. Am Mittwoch steht am Semmering bereits der nächste Riesenslalom auf dem Programm.