Aktualisiert am 15. Dezember 2022, 21:55 Uhr
Schweizer Hilfswerk: Rotkreuz-Hit: Direktor gefeuert, Halbpension tritt zurück
Der Direktor des Roten Kreuzes (SRK) soll seinen Posten zum Jahresende nach 14 Jahren verlassen. Diese Bitte wurde von mehreren Ratsmitgliedern gestellt.
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Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) trennt sich per Ende Jahr von seinem Direktor Markus Mader, der das Amt über 14 Jahre innehatte.
Reuters
Barbara Schmid-Federer ist seit diesem Jahr Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes und unterstützt den Entscheid. Grund für die Entlassung ist eine unterschiedliche Auffassung von Führung und Organisation des SRK und der einzelnen Mitgliedsorganisationen.
Tamedia AG
Das ist es, worum es geht
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Am Donnerstag wurde bei der bekanntesten Schweizer Hilfsorganisation ein schwerwiegender Entscheid gefällt.
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Die Mehrheit des Rats des Roten Kreuzes stimmte für die Absetzung seines Direktors.
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Gegner der Entscheidung kündigten während des Treffens ihren Rücktritt aus dem Rat an.
Markus Mader ist seit 2008 Direktor der bekanntesten Schweizer Hilfsorganisation. Das wird sich ab nächstem Jahr ändern. Der Rat des Roten Kreuzes entschied am Donnerstag, dass er seinen Sitz räumen solle. Mehrere Stadträte hatten zuvor einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Organisation bestätigte die Entscheidung in einer Pressemitteilung am Donnerstagabend.
Laut «Tages-Anzeiger» unterstützten sechs Mitglieder die Absetzung des Direktors, vier waren dagegen. Diejenigen Mitglieder, die Mader im Amt halten wollten, kündigten während der Sitzung vor Ort ihren Rücktritt an.
Mitglied mit der längsten Amtszeit unter den Ausscheidenden
«Diesen Entscheid können wir nicht mittragen. Markus Mader hat in seinen fast 15 Jahren hervorragende Arbeit geleistet und geniesst innerhalb und ausserhalb von SRK ein grosses Ansehen», sagte Dieter Widmer in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Er ist das älteste Mitglied des Rotkreuzrates. Es tut mir leid für alle Mitarbeiter und die vielen Freiwilligen des SRK, die die Werte und die hohe Moral unterstützen würden, während die Geschäftsleitung keine gute Lösung findet.
Gegenüber der Zeitung äußerte sich Markus Mader nur kurz zur Entscheidung. Er wurde weder über die Begründung informiert noch gehört.
Ist das Berner Büro zu mächtig geworden?
Bei der Suche nach den Gründen für die Explosion stützt sich der «Tages-Anzeiger» auf gut informierte Quellen. Die Kündigung habe mit “Vertrauensfragen und internen Meinungsverschiedenheiten” zu tun. Unter Direktor Markus Mader baute das Schweizerische Rote Kreuz in Bern eine mächtige Geschäftsstelle auf, die den Kantonsverbänden zu mächtig geworden war. Zudem befindet sich das Hilfswerk in einem großen Strukturwandel. Das SRK schreibt in seiner Mitteilung: „Grund für die Trennung ist eine unterschiedliche Auffassung von Führung und Organisation des SRK und der einzelnen Mitgliedsorganisationen.“
Mader engagiert sich seit über 20 Jahren beim Schweizerischen Roten Kreuz. Vor seiner Ernennung zum Direktor war er Präsident des Kantonalen Rotkreuzverbandes St. Gallen und Mitglied des Prüfungsausschusses des SRK.
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