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Industriebetriebe in Vorarlberg leiden unter hohen Strom- und Gaspreisen. Natürlich haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, wie Sie Strom oder Gas sparen können, aber für viele ist das gar nicht so einfach.
15.09.2022 28.12
Online ab heute, 12:28 Uhr
Industrieunternehmen benötigen Strom, um ihre Produkte herstellen zu können. Die Firma 11er beispielsweise hat die Kartoffeln für die Pommes bereits eingekauft und hat feste Verträge mit seinen Kunden, die es zu erfüllen gilt. Die Geschäftsführung sagt, dass Strom nicht gespart werden kann.
Unternehmen bereiten sich auf den Ernstfall vor
Obwohl es in Vorarlberg genügend Wasserkraft gibt, haben sich Unternehmen bereits Gedanken darüber gemacht, was sie tun, wenn es weniger Gas gibt. Der Kranhersteller Liebherr hat zum Beispiel eine eigene Task Force mit Leuten aus verschiedenen Abteilungen geschaffen. Man überlege, wo man im Notfall tatsächlich den Wasserhahn zudrehen könnte, sagt Pressesprecher Wolfgang Pfister. „Eine Absenkung der Raumtemperatur wäre eine Maßnahme, oder wenn man bestimmte Bereiche, die nicht unbedingt beheizt werden müssen, vorübergehend einschränkt und Mitarbeiter vorübergehend umverteilt. Mit diesen Szenarien muss man sich als Industrieunternehmen leider auseinandersetzen“, sagt Pfister . Es ist jedoch zu hoffen, dass dies nicht notwendig sein wird. Konkrete Pläne, weniger zu heizen, gibt es aber noch nicht.
Unternehmen, die Energie sparen, sind bereits im Vorteil
Energiesparen ist jedoch nicht nur seit dem Krieg in der Ukraine ein wichtiges Thema für Unternehmen. Unternehmen beschäftigen sich schon lange damit. In der neuen Firmenzentrale von Gantner Electronic in Nüziders beispielsweise gibt es ein ausgeklügeltes Heizsystem.
„Wir haben ein bisschen Glück, dass wir uns in einem sehr neuen Gebäude befinden und wir es damals sehr umweltfreundlich und sehr energieeffizient konzipiert haben. Deshalb sind wir jetzt in einer komfortableren Situation, da das ganze Dilemma der Energiebranche für uns nicht so massiv ist“, erklärt Geschäftsführer Elmar Hartmann. Aber auch Gantner Electronic verfolgt die Situation auf dem Energiemarkt sehr genau.