Styriarte setzt auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit

„Kulturinstitutionen sind nicht an der Zerstörung unserer Umwelt beteiligt. Mal schicken sie ganze Orchester um die Welt, mal wecken sie die Reiselust. Man sollte zumindest wissen, was man anrichtet und sich immer fragen, ob es nicht nachhaltiger gehen könnte“, sagt Intendant Mathis Huber. betont Nachhaltigkeitsbeauftragte Katharina Schellnegger.

Denken Sie um, wenn Sie ankommen

War es früher üblich, dass viele Menschen mit dem Auto zum Konzert anreisten, lässt sich an der hohen Nutzungsfrequenz des Fahrradkellers ablesen, dass sich hier einiges geändert hat: Zwischen 100 und 150 Fahrräder stehen im Helmut. List-Halle für jedes Konzert.

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„Das Umdenken hat bereits Wirkung gezeigt“, sagte der Nachhaltigkeitsmanager. Das Auto und die Parkmöglichkeiten wurden nicht mehr zuerst genannt, sondern das Fahrrad, dann die öffentlichen Verkehrsmittel und dann das Auto, die Fahrpläne werden mit dem Servicebrief vor der Veranstaltung verschickt.

Möglichst papierlos

Auch wird versucht, Papier einzusparen und möglichst ohne Papier auszukommen. Im Büro geht es, bei Programmheften ist es nicht so einfach: In Psalm wurde ein Folder für alle Konzerte veröffentlicht, der einen Link mit Detailinformationen enthielt. Laut Schellnegger ist dies bei styriarte jedoch nicht möglich, da Anzeigen nur ein gewisses Maß erfordern und daher vorerst noch die „klassische Variante“ seien.

Zusätzliche Kosten sind kein Thema

Der Standort selbst bekommt gute Noten in Sachen Klimaverträglichkeit und Nachhaltigkeit: Die Helmut-List-Halle ist eines der wenigen als „Green Location“ zertifizierten Gebäude in Graz. Die Photovoltaikanlage auf der Südseite liefert Strom, „und wir achten darauf, die Klimaanlage nur so viel wie nötig zu nutzen“, sagt Schellnegger.

Umweltfreundliche Reinigungsmittel und recyceltes Toilettenpapier seien Kleinigkeiten, aber „wenn viele Unternehmen das tun, macht es einen Unterschied“. Die Mehrkosten von Innovationen sind für den Direktor kein Problem: „Jede weise Entscheidung hat ihren Preis, aber wenn wir ihn nicht ins Budget einplanen wollen, dann zwingen wir heute unsere Enkel dazu, für unseren Konsum zu bezahlen.“

Restaurierung: Rückkehr von Fleisch aus der Region

Auch bei der Fürsorge für Bürger und Mitarbeiter werden neue Wege beschritten: Wurde letztes Jahr nur vegetarisches und veganes Essen angeboten, wird es dieses Jahr wieder etwas auf Wunsch der Bevölkerung sein – „Manche gehen davon aus, dass sie sich entscheiden wollten für sich”, sagt Schellnegger. Fleisch aus regionaler Produktion geben. Das Personal ist rein vegetarisch, die Getränke ausschließlich regional. Niemand fährt mehr zur Arbeit, sagt er.

“alles ist gut zusammen”

Direktor Huber hat ein klares Ziel für die Zukunft des Festivals und des Klimas: „Verliere keine Zeit, verbreite Lebensfreude durch Kunst und schütze gleichzeitig den Planeten. Alles ist gut, wenn du es klug investierst.“

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