Sun Chunlan: Nach Protesten spricht Chinas Vizepremier von einer „neuen Phase“ der Pandemie

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Chinas Vizepremier spricht nach den Protesten von einer „neuen Phase“ der Pandemie

Stand: 07:25 | Lesezeit: 2 Minuten

„Demonstranten singen ‚Gib mir Freiheit oder bring mir den Tod‘“

“Man sieht in dieser Diktatur deutlich die faschistischen Züge”, sagt China-Experte Alexander Görlach über das Geschehen in der Volksrepublik. Das würde den Leuten nicht gefallen. Die Protestbewegung würde jetzt nicht nachlassen.

Mit strengen Maßnahmen versucht China, eine neue Corona-Welle einzudämmen. Menschen protestieren gegen die Regeln. Nun heizt der stellvertretende Ministerpräsident Spekulationen über mögliche Lockerungen an.

Nach Protesten gegen strenge Corona-Maßnahmen sprach Chinas Vizepremier von einer „neuen Phase der Pandemie“ und sorgte damit für neue Spekulationen über eine mögliche Lockerung. „Da die Omicron-Variante weniger pathogen geworden ist, mehr Menschen geimpft werden und wir mehr Erfahrung bei der Prävention von Covid gesammelt haben, befindet sich unser Kampf gegen die Pandemie in einer neuen Phase und bringt neue Aufgaben mit sich“, sagte Vizepremier Sun Chunlan bei einem Treffen. der Nationalen Gesundheitskommission am Mittwoch.

Die rigorosen Maßnahmen der Behörden als Reaktion auf die neue Corona-Welle haben am Wochenende zu Protesten in mehreren Millionen Metropolen geführt. Es war die größte öffentliche Zurschaustellung von Unzufriedenheit in China seit Jahrzehnten. Als Reaktion auf die Kundgebungen wurde eine massive Polizeipräsenz auf den Straßen von Peking, Shanghai und anderen Städten mobilisiert, um einen erneuten Ausbruch von Demonstrationen zu verhindern.

Schon vor Ausbruch der Proteste hatten die Behörden beschlossen, die Corona-Maßnahmen anzupassen. Da die Infektionszahlen zuletzt jedoch stark gestiegen sind, haben viele Städte zusätzliche Maßnahmen verhängt. Die Gesundheitskommission forderte die lokalen Behörden auf, sich strikt an die Richtlinien zu halten. Am Dienstag kündigte die Kommission zudem an, die Impfkampagne vor allem bei älteren Menschen fortsetzen zu wollen. Aus Angst vor Nebenwirkungen werden ältere Menschen in dem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern bisher weniger geimpft. Nur 40 % der Menschen über 80 haben eine Auffrischungsimpfung erhalten.

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist derweil den dritten Tag in Folge leicht gesunken. Wie die Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden am Vortag rund 35.800 neue Fälle gemeldet. Am Dienstag waren es rund 37.600 Infektionen. Erst kürzlich erreichte die Zahl von mehr als 40.000 Neuinfektionen pro Tag einen Höchststand seit Beginn der Pandemie vor knapp drei Jahren.

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