Taxidermie-Kunstausstellung

Wissenschaft

In einer neuen Sonderausstellung informiert das Haus der Natur in der Stadt Salzburg über die Kunst der Präparation. Da es um viel mehr geht als nur um das „Füllen“, kommt manchmal sogar der 3D-Drucker zum Einsatz, um die Präparate möglichst echt aussehen zu lassen.

20.09.2022 15.26

Online ab heute, 15:26 Uhr

Der Blick in die Augen der Tiere soll den Betrachter überraschen und verwirren, denn die Frage, was an einem Kuscheltier echt ist, stellt sich immer, wenn man davor steht. „In Wirklichkeit wird einem künstlich hergestellten Nachbau nur die Haut aufgezogen“, sagt Robert Lindner, Direktor des Haus der Natur.

Präparatoren schaffen manchmal Kunstwerke

Genau diesen Prozess können die Besucher in der neuen Sonderausstellung beispielsweise am Beispiel des Zuchtbullen „Excalibur“ erleben. Von der Handwerkskunst bis zum preisgekrönten und täuschend echten Exemplar begeben Sie sich auf eine Reise in die Welt der Präparatoren. Sie sind auch künstlerisch sehr begabt: „Das müssen sie sein, damit sie aus dem Handwerk etwas machen können, das wir hier haben, das eigentlich ein Kunstwerk ist“, erklärt Barbara Loidl, Kuratorin der Ausstellung.

Fotoserie mit 5 Bildern

Die Sonderausstellung bietet einen Einblick in eine Tierpräparationswerkstatt – eine Mischung aus Arbeitszimmer und Sezierraum – oder erlaubt einen Blick in das Jagdzimmer des Grafen Wickenburg. Von seinen Reisen in Afrika brachte er viele Exemplare mit, die heute in der Casa de la Natura ausgestellt sind. „Das ist natürlich auch ein bisschen grenzwertig, denn diese Trophäenjagd war auch ein Selbstzweck, der dann einzelne Arten bedroht hat“, sagt Loidl.

Taxidermie-Ausstellung

In einer neuen Sonderausstellung informiert das Haus der Natur in der Stadt Salzburg über die Kunst der Präparation.

Mondqualle aus dem 3D-Drucker

Wenn Präparatoren an ihre Grenzen stoßen, kommen Modellbauer ins Spiel. Mit technischer Unterstützung von 3D-Druckern entstehen täuschend echte Nachbildungen: In der Casa de la Natura sind beispielsweise Mondquallen aus dem 3D-Drucker zu sehen. „Das ist keine mehrfach bedruckte Qualle; stattdessen wurde jede Qualle so modelliert, als würde sie im offenen Wasser schwimmen“, erklärt Loidl. Die Sonderausstellung wird ein Jahr lang in der Casa de la Natura zu sehen sein.

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