Türkei: Mindestens 40 Bergleute sterben bei verheerender Minenexplosion

Aktualisiert am 15. Oktober 2022, 11:03 Uhr

Türkei: Mindestens 40 Bergleute sterben bei verheerender Minenexplosion

In einer etwa 300 Meter unter der Erde gelegenen Mine im Norden der Türkei kam es zu einer verheerenden Explosion. Die Zahl der Todesopfer steigt, Dutzende Menschen werden noch vermisst.

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In der Hafenstadt Amasra ist es am Freitagabend zu einem schweren Grubenunglück gekommen.

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Nach ersten Erkenntnissen kam es in einem Kohlebergwerk zu einer Explosion, die vermutlich durch angesammeltes Methan verursacht wurde.

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Die türkische Regierung spricht von Dutzenden Toten und Verletzten.

AFP

  • Am Freitag ereignete sich in der Hafenstadt Amasra ein schweres Grubenunglück.

  • Eine Detonation wurde offenbar durch eine Ansammlung von Methan in der Kohlemine verursacht.

  • Mindestens 40 Menschen starben bei dem Unglück, weitere sind noch immer in der Mine eingeschlossen.

Bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk in der Nordtürkei sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das Gouverneursamt der Schwarzmeerprovinz Bartin am Samstagabend mit, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Sechs verletzte Bergleute wurden zur Behandlung nach Istanbul geschickt.

Es wird angenommen, dass Dutzende anderer Bergleute in der Mine im Schwarzmeerbezirk Amasra unter Tage eingeschlossen sind. Lokale Medien berichteten, dass Gas aus der Mine wahrscheinlich etwa 300 Meter unter der Oberfläche explodierte. Etwa 150 Personen sind an Such- und Rettungsaktionen beteiligt.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte zuvor von 25 Toten und 17 Verletzten gesprochen, acht davon in kritischem Zustand. Die Mine liegt etwa 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Ankara.

Erdogan will die Absturzstelle besuchen

Nach Angaben des türkischen Innenministers Süleyman Soylu befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls 110 Arbeiter in der Mine, 49 davon in einem tieferen, gefährdeteren Teil. Nach Angaben des Gouverneursbüros wurden 36 Bergleute von der Unfallstelle in Sicherheit gebracht.

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte auf Twitter, er werde die Absturzstelle am Samstag besuchen, um die Rettungsbemühungen zu „koordinieren“. Eine Untersuchung des Vorfalls wurde eingeleitet. Die wichtigste Oppositionspartei, die sozialdemokratische CHP, sagte, die Behörden hätten einen Bericht des Rechnungshofs aus dem Jahr 2019 ignoriert, der vor der Gefahr einer Grubengasexplosion in der Mine warnte.

In den letzten Jahren kam es in der Türkei zu schweren Minenunglücken, teilweise aufgrund mangelnder Sicherheitsstandards. Im Jahr 2014 kamen bei einer Explosion in einer Kohlemine in der Provinz Manisa in der Ägäisregion insgesamt 301 Menschen ums Leben.

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(AFP/bho)

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