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Musk soll die Chefetage unmittelbar nach der Übernahme gefeuert haben. Einer Quelle zufolge will er selbst Twitter-Chef werden.
Vollendete Übernahme: US-Medienberichten zufolge hat der US-Milliardär nach langem Hin und Her kurz vor Ablauf einer richterlich gesetzten Frist den Kurznachrichtendienst Twitter übernommen. Berichten zufolge zahlte er dafür rund 44 Milliarden Dollar. Damit endete ein langer Rechtsstreit. Eine offizielle Ankündigung zum Abschluss des Handels steht noch aus.
Musks „befreites“ Twitter:
Der Vogel wird freigelassen
– Elon Musk (@elonmusk) 28. Oktober 2022
Chefs gefeuert: Kurz nach seinem Amtsantritt entließ Musk Berichten zufolge den ehemaligen Chef Parag Agrawal, den ehemaligen Finanzvorstand Ned Segal, den Manager Vijaya Gadde, der zuvor für die Bekämpfung von Hassreden und Fehlinformationen zuständig war, und laut dem Finanzdienst Bloomberg auch den Vorgänger Chief Counsel Sean Edgett. Die New York Times schreibt, mindestens einer der genannten Führungskräfte sei aus der Firmenzentrale eskortiert worden. Laut einem Insider wird Musk zunächst den ersten Post auf Twitter übernehmen, später aber zurücktreten.
Bildunterschrift: Nach langem Hin und Her soll Twitter von Elon Musk übernommen worden sein. Reuters/MikeBlake
Personalabbau: Es kursieren Gerüchte, Musk entlasse 75 Prozent des Personals, sagt SRF-USA-Korrespondentin Barbara Colpi. „Musk hat es bestritten, aber die Mitarbeiter haben Angst“, sagt er. Die Belegschaft würde von rund 7.500 auf 2.000 Personen reduziert. Mitarbeiter befürchten, dass mit so wenigen Personen Inhalte nicht mehr kontrolliert werden können.
Gerade rechtzeitig für Trump: „Musk hat vor Monaten angekündigt, dass Trump wieder twittern kann, wenn ihm Twitter gehört“, sagt Colpi. Twitter sperrte Trumps Konto im Januar 2021, nachdem er seine Unterstützer gelobt hatte, als sie am 6. Januar 2021 das Kapitol stürmten. Bevor Trumps Konto gesperrt wurde, erreichte es fast 90 Millionen Menschen. Mit seiner eigenen Plattform „Truth Social“, die er gründete, nachdem er aus Twitter rausgeschmissen wurde, hat er laut dem Korrespondenten nur etwa 4 Millionen Menschen erreicht.
Musks Ansichten zur Meinungsfreiheit: Elon Musk hatte zuvor betont, dass er die Plattform von Einschränkungen der Meinungsfreiheit befreien werde, die er für zu streng hielt. Kritiker befürchten, dass es Hassreden und Hetze fördert. Twitter bekämpft diese Art von Inhalten seit Jahren.
Das Hin und Her vor dem Kauf: Musk hatte die Twitter-Übernahme selbst initiiert. Später versuchte er, von dem Kauf zurückzutreten, indem er falsche Informationen über die Anzahl der gefälschten Konten anführte. Twitter brachte ihn vor Gericht und Musk stimmte zu, dass er Twitter zum ursprünglichen Preis kaufen würde, wenn der Fall eingestellt würde.