Veröffentlicht am 14. Januar 2023, 21:43 Uhr
Eurocity-Elend: Das ist der Zug mit den meisten Verspätungen
Die grosse Mehrheit der SBB Eurocity-Züge zwischen München und Zürich verkehren mit grossen Verspätungen. Sehr zum Ärger der Fahrgäste.
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Dieser Zug ist berüchtigt für Verspätungen.
SBB
Eurocity München – Zürich fährt in der Regel ab St. Gallen zu spät.
20min/Michael Scherrer
Viele Eurocity-Reisende verpassen ihren Anschluss in Zürich.
20min/Sonja Mulitze
Das ist es, worum es geht
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In drei Stunden und 30 Minuten statt in vier Stunden soll der Eurocity München – Zürich laut SBB-Mitteilung die beiden Städte verbinden.
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Die Realität sieht anders aus: Vier von fünf Zügen kommen mit einer Verspätung an, im Durchschnitt rund eine Viertelstunde.
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Reisende mit Anschlussverbindungen verirren sich.
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Pendler ärgern sich über tägliche Verspätungen.
„Es ist sehr ärgerlich, der Zug fährt selten wie geplant“, sagte kürzlich ein Leser zu 20 Minuten. “Das einzig Verlässliche ist, dass ich dem Eurocity-Fahrplan nicht trauen kann.” Auch ein anderer regelmäßig Reisender auf der Strecke ist frustriert. „Der 17:29-Zug von St. Gallen wäre perfekt für mich. Leider nutze ich sie selten.“ Der Grund: 88,6 Prozent der Zeit hatte diese Verbindung im letzten Fahrplantakt Verspätung, durchschnittlich 18,3 Minuten. Das zeigt eine Auswertung des „Tagblatts“. Die subjektive Wahrnehmung ist alles andere als übertrieben Im vergangenen Jahr verließen 80 Prozent der Eurocities den Bahnhof St. Gallen mit Verspätung über alle Verbindungen nach Zürich, 20 Prozent sogar mit Verspätung von mehr als einer halben Stunde.
Keine Ersatzzüge, aber langsamer Interregio
Besonders ärgerlich ist, dass der Eurocity in den Fahrplan der Schnellverbindungen zwischen St. Gallen und Zürich integriert wurde. Wenn der Zug Verspätung hat, verliert er seinen Rhythmus, die Verbindungen nach Winterthur und Zürich können nicht aufrechterhalten werden, ein grosser Frust für viele Reisende. Die Zeiten, in denen die SBB bei Ausfällen oder grösseren Verspätungen Ersatzzüge zur Verfügung stellten, um den Fahrplan einzuhalten, scheinen vorbei zu sein. Regelmäßige Reisende wissen davon nichts.
Kommt es im Eurocity zu längeren Verspätungen, müssen Bahnreisende auf den langsameren Interregio umsteigen. Für die Strecke St. Gallen – Zürich, während Eurocity die Strecke in 58 Minuten absolvieren würde. theoretisch Die enge Verbindung nach Bern, Lausanne und Genf kann man mit dem Interregio natürlich nicht mehr nehmen, daher dauert die Reisezeit in Richtung Westen eine halbe Stunde länger.
Einer der Gründe für die Verzögerung ist genau dieses Interregio. Verspätet sich Eurocity in St. Margrethen SG aus Deutschland und Österreich muss dem Interregio 13 folgen, das von Chur über Rorschach, St. Gallen nach Zürich. Dieser Zug hält an viel mehr Bahnhöfen als der Eurocity, was ihn langsamer macht.
Besser in die entgegengesetzte Richtung
Immerhin: In umgekehrter Richtung fährt der Eurocity deutlich pünktlicher: 30 Prozent der Züge nach München verlassen Sant Gallen laut “Tagblatt” mit Verspätung. Mit durchschnittlich etwa drei Minuten ist dies allerdings deutlich kürzer als umgekehrt. Nur der Berufsverkehr, der um 18:32 Uhr abfährt, hat im Durchschnitt sechs Minuten Verspätung.
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