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Von Federschmuck in „Reservation Dogs“ keine Spur: Die Darstellung der „Indianer“ in amerikanischen Filmen und Serien ist im Laufe der Zeit sehr unterschiedlich geworden.
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(c) Disney
Die “nachdenkliche” Debatte um den deutschen Kinderfilm “Der junge Häuptling Winnetou” erinnert an das komplizierte Verhältnis von Kino und Indianer. Sie wurden dämonisiert, verherrlicht, als Opfer bemitleidet. Aber es nimmt sich auch selbst ernst: Streaming im Überblick.
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Entmenschlichung
“Redskins” als barbarische Bedrohung
Unbestreitbar ist das Bild der amerikanischen Ureinwohner seit langem durch ihre Darstellung in Varietés wie Buffalo Bill’s – und vergleichbaren Western geprägt: Nicht nur in Genreklassikern wie „Stagecoach“ von John Ford ( Amazon).gesichtslose Bedrohung; das unmenschliche “Andere” als Folie für die entstehende Zivilisation weißer Siedler. Ein Wendepunkt im Hollywood-Kontext ist “The Broken Arrow” (1950) von Delmer Daves, in dem ein Cowboy und ein Apache gemeinsam für den Frieden kämpfen.
Sammlung
„Redfacing“ und der „Edle Wilde“
Die Filmgeschichte kennt eine Reihe von Fällen des „Redfacing“, der Verkörperung von Ureinwohnern durch weiße Schauspieler. Sie spielten oft ausgesprochen positiv besetzte Charaktere: Der Franzose Pierre Brice spielte in Harald Reinls gleichnamigen BRD-Filmen (bei verschiedenen Anbietern mietbar/kaufbar) den Apachen-Häuptling „Winnetou“, der jugoslawische Star Gojko Mitić spielte in „Chingachgook“ das DDR-Pendant , Stirbt eine große Schlange“ (Amazons). Natürlich waren dies meist klischeehafte und verherrlichte Fantasy-Helden: edle, maßgeschneiderte Wilde.
Verständnis
Die Naturvölker als Opferlamm
1973 schickte Marlon Brando Apache Sacheen Littlefeather zu den Oscars, um in seinem Namen eine Trophäe abzulehnen, um gegen Hollywoods Behandlung der Ureinwohner zu protestieren. Es gab Applaus, aber auch Buhrufe. In einem Interview nach einer offiziellen Entschuldigung der Academy Academy im August sagte Littlefeather, Westernstar John Wayne habe damals versucht, sie von der Bühne zu zerren. Gleichzeitig zeugte sein Erscheinen von einem Umdenken in der Filmbranche, das bereits mit John Fords „Cheyenne Autumn“ (Miete/Kauf, diverse Anbieter) begonnen hatte – und mit Filmen der 1970er-Jahre wie „Soldier Blue“ und „Soldier Blue“. “Klein groß”. The Man“ (sowohl Miet- als auch Kaufangebote, diverse Anbieter) ritten auf einer Welle: Ganz im Sinne der Anti-Vietnamkriegsbewegung stellten sie die Ureinwohner als missverstandene Opfer blutrünstiger Imperialisten dar
Respekt
„Rot“ und „Weiß“ auf Augenhöhe
In den 1990er Jahren suchte das amerikanische Kino einen Mittelweg zwischen seiner langjährigen Dämonisierung des „roten Mannes“ und der anschließenden Mystifizierung der Ureinwohner als Naturheilige. Die besten Beispiele für diesen Balanceakt sind Kevin Costners Oscar-Preisträger Der mit dem Wolf tanzt (Mieten/Kaufen), ein weiterer Michael Manns The Last of the Mohicans (Mieten/Kaufen); beide handeln von Männern, die versuchen, zwischen „weißer“ und „roter“ Kultur zu vermitteln. Genre-Veteran Walter Hill erinnerte in “Geronimo: A Legend” (Netflix) an den berühmten Apachen-Häuptling (Cherokee-Schauspieler Wes Studi) als Freiheitskämpfer. In diese Zeit fällt auch der Disney-Zeichentrickfilm „Pocahontas“ (Disney+), dessen Mythos Terrence Malick in „The New World“ (mieten/kaufen) wieder aufgegriffen hat. Eine Variation des Verbrüderungsthemas in „Lone Ranger“ (Disney+) mit Johnny Depp als Comanche in der Hauptrolle zog 2013 „Redneck“-Vorwürfe nach sich, obwohl Depp Cherokee-Vorfahren hat.
Emanzipation
Brechen Sie mit dem Stereotyp „Tipi“ aus.
Der gerade kontrovers diskutierte deutsche Kinderfilm „Der junge Häuptling Winnetou“ hätte im heutigen Hollywood niemals grünes Licht bekommen – zu viele Indianerklischees, von „Redfacing“ ganz zu schweigen. Zwar stagniert die Debatte um die Repräsentation der amerikanischen Ureinwohner in Deutschland, wo der Slapstick à la „Der Schuh des Manitou“ (Amazon, Disney+) auch 2001 noch zum Renner werden könnte, im Ausland auf Hochtouren. Werke indigener Filmemacher wie “Smoke Signals” (Mieten/Kaufen, Amazon) zeichnen deutliche Bilder eines Lebens zwischen Tradition und Moderne. Nomadland-Regisseurin Chloé Zhao begann ihre Karriere mit Songs My Brothers Taught Me und The Rider (beide Mubi), zwei Spielfilmen über die Bewohner des Pine-Ridge-Reservats in South Dakota. Die jüngere Coming-of-Age-Serie „Reservation Dogs“ (Disney+) geht entspannter damit um, ihre Umgebung zu studieren. Interessante Beiträge finden sich auch im Bereich Gender. Überzeugend ist nicht nur der Prequel zu „Predator“ „Prey“ (Disney+), in dem es um den Kampf eines Komanchin gegen einen Außerirdischen geht. In “Blood Quantum” (Miete/Kauf, diverse Anbieter) wird ein Mi’kmaq-Reservat zum Bollwerk gegen die Zombie-Apokalypse. Realistischer: „War Pony“, ein starker Lakota-Stimmungsfilm, der dieses Jahr in Cannes uraufgeführt wurde und hoffentlich bald in unsere Kinos kommt.
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