Was König Karl III. anders als die Königin

König Karl III. und „Queen Consort“ Camilla am 12. September 2022 in der Westminster Hall. Bild: AP

In seinen ersten Reden als König hat Karl III. immer wieder explizit an seine verstorbene Mutter. Aber gleichzeitig macht er deutlich, dass er sich von ihr entfernt.

Als Charles im Mai erstmals allein als Repräsentant der Monarchie im Palace of Westminster auftrat und die parlamentarische Saison im House of Lords eröffnete, stand neben ihm noch ein leerer Thron. Alle sollten sehen, dass der Kronenträger am Leben war und seine verfassungsmäßigen Pflichten nur durch einen Stellvertreter erfüllte. Am Montag stand wieder ein zweiter Sessel auf der Bühne, aber diesmal saß darin seine Frau Camilla als „Queen Consort“. Die Bühne gehört nun ausschließlich dem neuen Königspaar. Als neuer Monarch sollte Charles in einer Gedenkzeremonie vor beiden Kammern des Parlaments sprechen.

Schauplatz war die Westminster Hall, das Herz des fast 1000 Jahre alten Palastes. Hier wurden Krönungsbankette und Prozesse abgehalten; Karls Namensvetter, König Karl I., wurde hier 1649 zum Tode verurteilt. Der Sprecher des House of Lords, Lord McFall of Alcluith, beschrieb den Raum mit seiner riesigen Holzdecke am Montag als einen „lebenswichtigen Raum, der, wie unsere große Nation, hat sich immer weiterentwickelt.” Hier wurden wichtige Geburtstage gefeiert und große Reden gehalten, zum Beispiel von Charles de Gaulle und Nelson Mandela. Am Mittwoch wird hier Elisabeths Sarg für fünf Tage aufgebahrt.

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