“Ohne jede Spur”
1.000 Menschen werden jedes Jahr in Niederösterreich vermisst. Die meisten kehren schnell zurück, aber einige bleiben Jahre später vermisst. Der Schwerpunkt des ORF-Niederösterreich „Ohne eine Spur“ wird sich ab Montag mit solchen Vermisstenfällen beschäftigen.
24.10.2022 13.05.2022
Online seit heute, 5.13 Uhr
„Von vermissten Personen sprechen wir, wenn eine Person ohne erklärbaren Grund ihr gewohntes und gewohntes Umfeld verlässt und für niemanden erreichbar ist, nicht für Angehörige, Angehörige oder Freunde“, erklärt Josef Simhandl, Leiter der Forschungsgruppe des Landes Niederösterreich. Amt der Kriminalpolizei. Es wird zwischen Kindern und Erwachsenen unterschieden.
Erwachsene können ihren Aufenthalt frei wählen. Nur wenn ein Unfall oder eine Straftat befürchtet werde, spreche man von einem Vermisstenfall, betont der Kriminologe. Bei Kindern oder Jugendlichen (unter 18 Jahren) hingegen sind die Erziehungsberechtigten, in der Regel die Eltern, verpflichtet, den Aufenthaltsort des Minderjährigen zu erfahren. Wenn nicht, sollten Sie schnell handeln. „Die ersten Stunden sind die wichtigsten. Jede unnötige Verzögerung kann fatal sein“, sagt Simhandl.
ORF Bei der Suche nach vermissten Personen werden häufig bewährte Methoden wie Hundegespanne eingesetzt
Hartnäckiger Irrglaube
Die Meinung, man solle 24 Stunden warten, bis man eine vermisste Person meldet, ist immer noch weit verbreitet. „Das ist ein seit langem bestehendes Missverständnis. Wir empfehlen, sich sofort an die Polizei zu wenden“, empfiehlt der Leiter der Forschungsgruppe und erläutert die Vorgehensweise der Forscher. „Bestimmte Orte werden überprüft, ggf. Handyabsprachen getroffen und das Umfeld abgeklärt.“
Die Vermisstenfälle: 25. Oktober: Der Fall Maria Oswald 26. Oktober: Der Fall Christian Hohl 27. Oktober: Der Fall Jennifer Scharinger 28. Oktober: Die erfolgreiche Suche
Dabei kommen altbewährte Methoden zum Einsatz, wie zum Beispiel die Hundeeinheit, mit der oft große Flächen Meter für Meter durchkämmt werden können. Aber es gebe auch neue Methoden, um Vermisste zu finden, erklärt Jakob Kern, Drohnenpilot beim NÖ Landespolizeipräsidium. „Seit 2018 setzt die Polizei Drohnen ein, die beispielsweise bei der Personensuche effizient sind. Ab 2021 haben wir auch Wärmebilddrohnen. Damit lassen sich Wärmequellen gezielt lokalisieren.“
ORF Auch die Polizei verfügt seit vergangenem Jahr über Wärmebilddrohnen. So können Sie gezielt Wärmequellen lokalisieren
Es gibt einige Vermisstenfälle, die nicht gelöst werden können. Manchmal verschwinden Menschen scheinbar spurlos; laut Polizei sind Straftaten nicht auszuschließen. Über diese Vermisstenfälle berichtet der ORF Niederösterreich von 24. bis 28. Oktober in der Fokusserie „Spurlos“.
Doris Henninger, noe.ORF.at