Wilder Sieg bei neuem Comeback: Bayern schlägt Hertha BSC

Aktualisiert am 11.05.2022 um 17:36 Uhr

  • Zwei Gegentore waren sicher nicht nach Manuel Neuers Geschmack.
  • Doch ein Sieg und eine Tabellenführung reichen aus, denn der Nationaltorhüter führt ein Comeback des FC Bayern bei Hertha BSC an.

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Manuel Neuer feierte beim wilden 3:2 (3:2)-Erfolg des FC Bayern München bei Hertha BSC trotz zweier Gegentore ein erfolgreiches Comeback. Am Samstagnachmittag hatte der Nationaltorhüter nach vierwöchiger Verletzungspause keine erkennbaren Probleme mit seiner langgestreckten Schulter. Offenbar kann auch Bundestrainer Hansi Flick mit Neuer die WM in wenigen Wochen planen.

Musiala und Choupo-Moting bringen die Bayern komfortabel in Führung

Jamal Musiala (12. Minute) und Eric Maxim Choupo-Moting (37./38.) schossen die Münchner im ausverkauften 74.667er Olympiastadion für mindestens einen Tag an die Tabellenspitze der Bundesliga. Herthas Lokalrivale Union Berlin muss am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) bei Bayer Leverkusen gewinnen, sonst sind die Münchner in der letzten Woche vor der WM-Pause die Nummer eins.

Für Hertha geht der Blick weiter nach unten. Tore von Dodi Lukebakio (40.) und Davie Selke (45./Foulelfmeter) nutzten nichts. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge bleibt mit zwei Punkten knapp.

Keine vier Minuten waren gespielt, als Neuer zum ersten Mal spielen musste. Er rahmte Lukebakios Schuss aus einem Winkel ein. Auch auf Selkes Schuss (11.) aus kurzer Distanz reagierte er schnell. Dass die Koordination stimmt, zeigte der Rekordtorhüter (17.), als er kurz vor der Strafraumgrenze einen hohen Pass abfing. Kurz darauf blockte er einen Versuch von Marco Richter (19.) mit dem Fuß und fischte auch einen Treffer (27.) zur Ecke heraus, beides keine Heldentaten des Torwarts, aber ein Beweis dafür, dass sich Flick wohl keine Sorgen machte. Neuers Katar muss ausnutzen.

Musiala hatte Herthas erstes von vielen Versäumnissen bei der Münchner Führung seit einiger Zeit bestraft. Und für die Berliner wurde es in der Fußball-Wunderkammer ganz bitter. Zunächst hing Marc Oliver Kempf ungewollt Choupo-Moting, eine Minute später tat es seinem Abwehrkollegen Agostin Rogel gleich. Beide Male manövrierten die neuen Bayern den Ball über die Linie.

Hertha kontert und setzt die Bayern unter Druck

war das keine Hertha zurück, eine neue Qualität unter Trainer Sandro Schwarz. Lukebakio erzielte gegen die Bayern das sechste Tor seiner Karriere. Und Selke verwandelte einen Elfmeter, den Benjamin Parvard zu verantworten hatte. 2:3 nach 0:3: Die Besonderheit der unglücklichen Niederlage gegen RB Leipzig wiederholte sich für Hertha in 45 Minuten. Und die Fans ahnten die Möglichkeit eines überraschenden Comebacks.

Viele Hertha-Fans sahen erstmals nichts. Dicke blaue Wolken von einer Rauchbombe an der Ostkurve trübten die Sicht. Die große Aufregung mit vier Toren in acht Minuten hielt nicht an. Hertha machte nicht den Fehler, den Bayern zu viel Raum zu geben. Der Schwarze hatte um Geduld gebeten. Die Münchner waren nicht mehr zwingend. Ein Eigentor von Herthas Rogel wurde von Musiala zurecht wegen Abseits aberkannt. Leroy Sané und Lucas Hernández erholten sich ebenfalls von Muskelverletzungen. Neuer war dabei, als Lukebakio (74.) den Ausgleich suchte und im Zweikampf um den Ball Wilfried Kanga (89.) überspielte. ©dpa

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