kulturell
Der 82-jährige Maler Christian Ludwig Attersee möchte mit seiner Kunst die Welt jeden Tag neu erfinden. Die Pandemie war für die Künstlerin eine intensive Schaffenszeit: Mehr als 70 Werke, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind, sind nun in der Galerie Frey in der Stadt Salzburg zu sehen.
26.11.2022 15.50
Ab heute, 15.50 Uhr online
Die Bandbreite der Kunstwerke, die Christian Ludwig Attersee während der Pandemie geschaffen hat, ist groß. Damit kommt er seinem Ziel von 10.000 Gemälden sehr nahe: 9.999 Werke hat der 82-Jährige im Laufe seiner Karriere geschaffen: „Ich wollte schon immer 10.000 Gemälde malen. Ich war früher ein Fan von Wassily Kandinsky und er hat fast 10.000 Bilder gemalt.”
Die Bilder müssen kritisch und anspruchsvoll sein
Mit 82 Jahren ist Attersee bunter und vielseitiger denn je. Die Sehnsucht, mit seiner Kunst die Welt jeden Tag neu zu erfinden, treibt ihn noch heute an. Er will seine Kunstwerke kritisch sehen und fordern: Mein Grundsatz ist, niemals schöne Bilder zu machen, sondern die, die die Menschen brauchen.“
Begleiter überrascht durch die Intensität der Farbe
Die aktuelle Ausstellung überrascht auch Kollegen wie Alexander Steinwendtner. Der Salzburger Künstler absolvierte vor mehr als 20 Jahren die Meisterklasse von Christian Ludwig Attersee. „Es ist ziemlich überraschend, für mich war es einerseits eine Rückkehr zu seinen Wurzeln, die sehr grafisch sind, und andererseits arbeitet er mit einer unglaublichen Farbpalette, die ich so noch nie gesehen habe“, sagt der Künstler Steinwendtner .
Fotoserie mit 7 Bildern
Kunst ist für den 82-Jährigen das Lebenselixier
Attersee arbeitet bereits an einer neuen Ausstellung: Es geht um den Rauswurf aus dem eigenen Land. Kunst ist für den 82-Jährigen Ausdruck und Lebenselixier: „Ich kann nicht anders. Ich spüre in meinem Körper, der nicht mehr jung ist, aber noch ganz jung. Komisch, wie man so jung bleiben kann. Die Jagd nach Kunst bleibt in meinem Leben und die Jagd nach Kunst endet nie.“