Bundesgesundheitsminister
Lauterbach kündigt für den Herbst sieben Kronenmaßnahmen an
Stand: 11:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Gibt es bald neue Corona-Maßnahmen? – Gesundheitsminister Lauterbach live
Die Kronenzahlen in Deutschland steigen. Aber in welchem Ausmaß wird die Sommerwelle sein? Müssen Sie jetzt handeln? Gesundheitsminister Lauterbach und RKI-Vizepräsident Lars Schaade informieren hier darüber.
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Laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist angesichts steigender Inzidenzzahlen Vorsicht geboten. Er sprach Empfehlungen für den Sommer aus und kündigte ein Maßnahmenpaket für den Herbst an.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat Empfehlungen gegen die Sommerwelle der Krone und sieben Maßnahmen für den herbstlichen Freitagmorgen in Berlin vorgestellt.
Lauterbach besteht derzeit keine existenzielle Gefahrenlage, obwohl die Fälle zunehmen. „Wir haben eine gut kontrollierte Situation, aber wir haben sie nicht gelöst. Wir sollten uns vor der Sommerwelle nicht fürchten.“ Weil die Omicron-Variante harmloser ist als die Delta, sind viele Menschen in Deutschland vom Typ BA.2 geimpft und/oder genesen und damit relativ gut geschützt.
Allerdings sei nun eine Infektion kein Schutz vor dem Sturz oder “eine kostenlose Impfung”. Denn bei den über 60-Jährigen besteht aufgrund von Covid nach wie vor die Gefahr einer schweren Erkrankung und einer deutlichen Übersterblichkeit. Er erwähnte auch das noch lange bestehende Covid-Risiko.
Da man in Pflegeheimen wieder einen Anstieg der Fälle sehe, sollte man nicht nachlässig sein und keine Gegenmaßnahmen ergreifen, so Lauterbach weiter. “Wir müssen täglich zwischen 100 und 200 Tote vermeiden.”
Deshalb empfiehlt er, drinnen freiwillig eine Maske zu tragen: „Das sollte zur Norm gehören.“ Die Daten im Moment geben jedoch keine Verpflichtung. Außerdem rät Lauterbach, bei der vierten Impfung großzügig zu sein. In Deutschland sind 80 % der über 60-Jährigen nicht viermal geimpft.
Auch bei vielen Kontakten ist die vierte Impfung ratsam, um sich und andere nicht zu gefährden. Deshalb sei er laut Lauterbach zum vierten Mal geimpft worden.
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Denn „einen normalen Sturz wird es nicht geben“ und weil das Ziel ganz klar sei, „wir wollen besser in den Herbst starten, als wir es letztes Jahr und auch das Jahr davor konnten“, nannte Lauterbach sieben Maßnahmen:
- Eine Impfkampagne mit drei verschiedenen Impfstoffen ist in Vorbereitung. Dann können Sie jedem den für ihn besten Impfstoff anbieten.
- Sie arbeiten an einem Konzept für die öffentlichen Tests, die in Kürze vorgestellt werden.
- Es gibt eindeutige Mängel bei der Verwendung von Medikamenten, die sich als wirksam erwiesen haben. Diese sollten besser genutzt werden.
- Auf gefährdete Gruppen und deren Schutz wird genauer eingegangen (z. B. Hygienekonzepte in Pflegeheimen).
- Im September soll es zur besseren Kontrolle aktualisierte und elektronische Daten zu freien Intensivbetten geben.
- Schul- und Kitaschließungen sollten unbedingt vermieden werden, auch durch einheitliche Hygienekonzepte und Kontaktreduzierung. Dafür seien aber die Bundesländer zuständig, aber: “Wir unterstützen mit aller Kraft.”
- Das Infektionsschutzgesetz muss so geändert werden, dass es am 23. September ausläuft. Er ist deshalb im Gespräch mit FDP-Justizminister Marco Buschmann. Eckpunkte sollten noch vor den Sommerferien gesetzt werden, damit rechtzeitig Klarheit darüber besteht, welche Instrumente im Herbst zum Einsatz kommen können.