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Die Diskussion über die Lieferung deutscher Leopard-Panzer in die Ukraine ist in vollem Gange.
Deutschland diskutiert über die Entsendung von Panzern in die Ukraine. Aber das ist derzeit nicht möglich. „Auch wenn morgen die Entscheidung gefallen ist, dass wir unsere Leopard-Panzer nach Kiew schicken können, wird die Auslieferung bis Anfang nächsten Jahres dauern“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der Bild am Sonntag.
Kampfpanzer Leopard-2: Diese deutschen Superpanzer erwarten die Ukraine (00:44)
Der Rüstungskonzern verfügt laut Papperger noch über 22 Fahrzeuge Leopard 2 und 88 Fahrzeuge Leopard 1. „Aber wir können diese Panzer nicht ohne Auftrag reparieren, da die Kosten mehrere hundert Millionen Euro betragen. Das kann Rheinmetall nicht vorfinanzieren“, sagte Papperger der Zeitung.
Die Reparatur dauert ein Jahr
Die Reparatur ausgemusterter Kampfpanzer dauere “knapp ein Jahr”, so Papperger weiter. “Fahrzeuge werden nicht einfach neu lackiert, sie müssen für den Kriegseinsatz umgebaut werden.” Die Tanks würden “komplett zerlegt und dann wieder aufgebaut”.
Der Leopard könne eine entscheidende Rolle in der Kriegsführung spielen, sagte der CEO: „Mit Kampfpanzern kann eine Armee feindliche Linien durchbrechen und lange Grabenkämpfe beenden. Mit dem Leopard können Soldaten Dutzende von Kilometern auf einmal vorrücken.“
Großbritannien stimmt zu
Die Ukraine fordert seit langem die Lieferung von Leopard-Panzern. Die Debatte gewann diese Woche an Fahrt, nachdem der polnische Präsident Andrzej Duda sagte, sein Land sei bereit, dies als Teil einer internationalen Koalition zu tun. Dafür wäre allerdings eine Genehmigung des Herstellungslandes Deutschland erforderlich.
Schließlich war Großbritannien am Samstag das erste Land, das die Lieferung schwerer Kampfpanzer nach Kiew ankündigte. Die Lieferung von Challenger-2-Panzern und zusätzlichen Artilleriesystemen sollte dem ukrainischen Militär helfen, „russische Truppen zurückzudrängen“, sagte der britische Premierminister Rishi Sunak. Das britische Engagement erhöht den Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), auch Kampfpanzer in die Ukraine zu schicken. (SDA/eu)