Die Hitzewelle in Österreich stellt derzeit eine Belastung für die Bevölkerung dar. Einige Menschen seien deutlich überarbeitet, so Umweltarzt Heinz Fuchsig. Österreich war nur „auf dem Papier“ auf eine Hitzewelle vorbereitet.
Die Art und Weise, wie Menschen Hitze vertragen, ist von Person zu Person unterschiedlich. Es komme auch darauf an, ob man im Freien arbeite oder nicht, sagt Umweltmediziner Heinz Fuchsig im „Ö1-Morgenjournal“. Ab 32 Grad über mehrere Tage oder ab dem Einsetzen von „Tropennächten“ seien manche Menschen bereits „deutlich gestresst.“ Für Gesunde sei die Erholung schwierig, wenn die Temperatur im Raum nicht unter die 25 Grad sinke.
Feuchtigkeit ist eine zusätzliche Belastung
Kommt der Wärme noch die angepriesene Feuchtigkeit hinzu, fällt es dem Körper noch schwerer, Wärme abzugeben. Denn „wenn wir schwitzen, müssen wir sehr trocken sein“, aber bei feuchter Luft „wird Schweiß wirkungslos“ – der Stress steigt. Ein gesunder Körper könne sich an extreme Hitze gewöhnen, sagt Fuchsig. Temperaturen von etwa 40 Grad oder mehr sind für einen gesunden Körper jedoch kaum zu ertragen.
Besonders betroffen von der Hitzeeinwirkung sind Herz-, Lungen- und Nierenpatienten, aber auch Kinder und Menschen mit psychischen Problemen. „Spätestens um 10 oder 11“ müsse man die Fenster schließen, um die nächste Nacht nicht „im Ofen“ zu verbringen.
Österreich “in der Praxis” ist nicht bereit für die Hitzewelle
“Auf dem Papier” sei Österreich auf eine Hitzewelle vorbereitet, “in der Praxis habe ich keine Angst, weil wir genau diese gefährdeten Gruppen nicht genügend genau identifiziert haben.” Wenn Sie erst drei Tage vor Beginn der extremen Hitze mit der Information beginnen, erreichen Sie nicht genügend Menschen.
Für alle “wäre es schön, früh aufzustehen, vielleicht ein Nickerchen zu machen, morgens massiv Luft zu schnappen.” Außerdem rät der Experte zu einer leichten Ernährung, die auch das Schwitzen reduziert und den Stoffwechsel belastet.